Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Hausmusik

15. Mai 1942

[420515–1‑1] [Salo­ni­ki] Frei­tag, den 15. Mai 1942 Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­te! Mei­ne lie­be liebs­te [Hil­de]! „Wie regt sich die Lust da zu sin­gen – – “, ja Her­ze­lein! Sin­gen möch­te ich wie­der ein­mal, ach Du! wie­der ein­mal musi­zie­ren – für gar kei­nen beson­de­ren Zweck als nur eben aus Lust dar­an und nur für Dich, Gelieb­te! Kein Lied […]

22. Februar 1942

[420222–1‑1] [Salo­ni­ki] Sonn­tag, den 22.Febr.1942 Her­zens­schät­ze­lein! Mei­ne lie­be, liebs­te H[ilde]! Vor vier­zehn Tagen um die­se Stun­de – […] Uhr [abends] – da ruck­te der Zug an, der mich Dir ent­führ­te, Gelieb­te, da begann die Unru­he der Rei­se, die nun end­lich sich wie­der gelegt hat. Ach Her­ze­lein! Was stürmt und drängt alles zum Her­zen in der […]

16. November 1938

[381116–2‑1] O., am 16. Nov. 1938. Lie­ber [Roland]! Drau­ßen herrscht unfreund­li­ches Wet­ter, sehr trü­be ist es — ein wenig beherrscht es sogar mei­ne Stim­mung. Ich war heu­te nicht zum Got­tes­dienst, die Kan­to­rei hat auch nicht gesun­gen. Jetzt hal­ten die Eltern noch Mit­tags­ru­he, mei­ne Gedan­ken sind bei Ihnen. Ich befürch­te, daß Sie mei­ne Kar­te nicht mehr […]

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