Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Hausfrau

25. Oktober 1941

[411025–2‑2] Sonn­abend, am 25. 10. [19]41. Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­tes, gutes Man­ner­li! Eben bin ich zur Tür her­ein, aber nun für ganz, heu­te! Seit dem Mor­gen besor­ge ich nun Wege, es nahm kein [E]nde. Vom Flei­scher zum Bäcker, zum Bau­er!, zum Elek­tri­ker, zum Wäsche­fa­bri­kant, der mir Schlüp­fer näht für Tante’s Jun­gen, dann lief ich mir fast die […]

12. März 1941

[410312–2‑1] Mitt­woch, am 12.3.1941. Mein gelieb­tes Herz! Du!! Mein lie­ber, lie­ber [Roland]! Was wirst Du den­ken? So frag­test Du Dich selbst in Dei­nem Sonn­tags­brie­fe, Herz­lieb! Und Du gibst Dir mei­ne Ant­wort selbst, Du! Ja! Ich wün­sche mir nichts sehn­li­cher, als bei Dir zu sein in die­sen kri­ti­schen Tagen! Ach, wir wis­sen es ja bei­de, es […]

25. Januar 1941

[410125–2‑1] Sonn­abend, am 25. Janu­ar 1941. Herz­al­ler­liebs­ter!! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]!! Gelieb­ter!! Du!! Nun bin ich wie­der ganz, ganz Dein! Nur für mein Herz­lieb bin ich da. Von mei­ner Hams­ter­fahrt, noch im grau­en Däm­mer des anbre­chen­den Tages, bin ich unbe­hel­ligt zurück­ge­kehrt. Gefah­ren bin ich, dies­mal wars’ [sic] ganz ange­nehm! Plea­se fol­low and like us:

11. Dezember 1940

[401211–2‑1] Mitt­woch, am 11. Dezem­ber 1940. Herz­al­ler­liebs­ter!! Du!! Mein [Roland]!! Mein lie­ber, lie­ber Roland!! Mit Dei­nem lie­ben Boten vom Sonn­tag bin ich ges­tern abend schla­fen gegan­gen. Vie­le Gedan­ken waren um mich, lie­be und gute. Ich sah mei­nen [Roland] ganz nahe vor mir, in sei­nem Wesen — sein Wesen, das mich so beein­druck­te von Anfang an, […]

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