28. Januar 1940

[400128–2‑1]

O., am 28. Janu­ar 1939 [1940!].

Herz­al­ler­liebs­ter, mein lie­ber, lie­ber [Roland]!

Sonn­tag ist nun heu­te, und ich bin allein, und wenn für mich rech­ter Sonn­tag sein soll, dann mußt Du bei uns sein, Liebs­ter! Es geht nicht an, daß wir alle Fei­er­ta­ge zusam­men sein dür­fen. Und dies ist wohl auch eines der äuße­ren Zei­chen mit, daß wir noch nicht für ganz uns ange­hö­ren. Ich bin nicht trau­rig oder kopf­hän­ge­risch des­halb — obwohl wir das Recht hät­ten, nach 6 arbeits­rei­chen Tagen gemein­sam Sonn­tag zu fei­ern — ich neh­me es als Selbst­ver­ständ­lich­keit, wenn ich die Umstän­de und noch die jet­zi­gen Ver­hält­nis­se beden­ke. Ich bin ja auch schon so glück­lich und ganz zufrie­den, wenn ich dar­an den­ke, daß wir die Frist, die zwi­schen unse­ren Begeg­nun­gen liegt, schon auf 14 Tage her­ab­ge­drückt haben, Du! Wei­ter­le­sen!

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27. Oktober 1938

[381027–1‑1]

L. am 27. Okt. 1938

27.10.

Lie­be [Hil­de]!

In der Namen­fra­ge beu­ge ich mich gern Ihrer Ent­schei­dung. Ich hat­te Sie Ihnen ja zwi­schen den Zei­len zuge­scho­ben. Ich höre mei­nen Namen sel­ten rufen. Zu Hau­se sagt man meist „Gro­ßer, Groß­el.” Es wun­dert und freut mich doch, daß Sie an dem soli­den, alt­vä­te­ri­schen Namen Gefal­len fin­den. Es wird ein beson­de­rer Augen­blick sein, wenn er zum ers­ten Male von Ihren Lip­pen kommt.
Wei­ter­le­sen!

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