17. Dezember 1941

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Sonn­tag, den 17. Dez. 1941

Her­ze­lein! Gelieb­tes, teu­res Weib! Mei­ne [Hil­de]!

Da habe ich doch noch alle Hän­de voll – Blü­ten und Früch­te uns[e]res Glü­ckes, Dei­ner Lie­be – da pur­zel­ten schon wie­der 3 Boten her­ein – – Du lie­be, treue See­le! Oh Du! Du!! Wie soll ich sie Dir zei­gen, all mein Glück und mei­ne Freu­de? Und mei­ne Boten darf ich doch gar nicht öff­nen – Du! Du!!! Gelieb­te! Er ist bei mir, Dein Geburts­tags­brief!!! Wei­ter­le­sen!

16. Januar 1941

T&Savatarsm[410116–1-1]

Don­ners­tag, den 16. Janu­ar 1941.

Herz­lieb! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de] Du!! Gelieb­te mein!!

Du!! Weißt wozu ich Lust ver­spü­re? Mir geht es näm­lich wie Dir heu­te, ich weiß gar nichts Beson­de­res heu­te zu schrei­ben und weiß noch nicht, ob die­ser Bogen wird voll wer­den. Also, wozu ich Lust ver­spü­re? Du wäschst Dir doch eben die Haa­re – ein bis­sel dar­in her­um­zu­fit­zen und mal zu sehen, wie Dir der Kno­ten steht, und ob Dei­nem Man­ner­li gefällt, was Dir gar nicht gefal­len will. Wei­ter­le­sen!

15. Januar 1941

Hair curling irons
Brenn­sche­re, früh 20. Jh, Bild: plenty.r, 26.12.2012, 09:26:48, Lizenz: CC-BY-SA-2.0, über Wiki­me­dia Com­mons, 09.2016.
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Mitt­woch, am 15. Janu­ar 1941.

Herz­al­ler­liebs­ter, Du!! Mein [Roland]!! Mein gelieb­ter [Roland]!!

Eben habe ich in mei­ner Brief­schaf­ten­kis­te [:Kas­ten, in dem Hil­de die Brie­fe von Roland sam­melt] mal bis­sel Platz geschafft, sie war wie­der ein­mal zu voll! Du!! Unter dem Radio hat sie nun ihren Platz gefun­den; weißt, ich muß sie doch täg­lich bei der Hand haben! Da kann ich nicht immer erst hin­über in mein Stüberl ren­nen, und wenn ich schnell mal Sehn­sucht nach Dir hab[‘], da brauch[‘] ich nur hin­zu­lan­gen und schon hab ich mei­nen Liebs­ten bei der Hand – und er plau­dert mit mir! Das ist so schön, Du!! Wei­ter­le­sen!