19. Januar 1941

T&Savatarsm[410119–1-1]

Sonn­tag, den 19. Janu­ar 1941.

Mein lie­bes, teue­res Herz! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]! Gelieb­te!!

Du! Ein ech­ter Win­ter­sonn­tag heu­te. Schnee­trei­ben drau­ßen. Alles Wohl­sein ist heu­te im behag­li­chen Zim­mer. Ver­rie­gelt scheint es nach der Welt drau­ßen. Herz­lieb! Wann wer­den wir sol­chen Tag im eige­nen Heim ver­le­ben? Wei­ter­le­sen!

16. Januar 1941

T&Savatarsm[410116–1-1]

Don­ners­tag, den 16. Janu­ar 1941.

Herz­lieb! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de] Du!! Gelieb­te mein!!

Du!! Weißt wozu ich Lust ver­spü­re? Mir geht es näm­lich wie Dir heu­te, ich weiß gar nichts Beson­de­res heu­te zu schrei­ben und weiß noch nicht, ob die­ser Bogen wird voll wer­den. Also, wozu ich Lust ver­spü­re? Du wäschst Dir doch eben die Haa­re – ein bis­sel dar­in her­um­zu­fit­zen und mal zu sehen, wie Dir der Kno­ten steht, und ob Dei­nem Man­ner­li gefällt, was Dir gar nicht gefal­len will. Wei­ter­le­sen!

23. Dezember 1940

T&Savatar[401223–2-1]

Mon­tag, am 23. Dezem­ber 1940.

Gelieb­ter!! Herz­al­ler­liebs­ter!! Mein lie­ber, lie­ber [Roland], Du!!

Heu­te hat er müs­sen [sic] den gan­zen, lan­gen, kal­ten Vor­mit­tag im Kas­ten ste­cken blei­ben, der arme Bote! Du — die [Hil­de] war nicht da, sie war seit früh um 8 beim Ver­schö­ne­rungs­rat! Ach — ich kann Dir sagen, es war ’ne Qual zu war­ten! Aber wäre ich wie­der gegan­gen, um Nach­mit­tags wie­der zu kom­men — es wär mir nicht bes­ser ergan­gen. Und ich sag­te mir dann auch: der Vor­mit­tag ist nun sowie­so pfutsch — den Nach­mit­tag ver­dirbst dir nicht noch. Um ½ 1 war ich daheim ‚frisch gedu­delt’, wie Ihr Män­ner so ger­ne sagt! Ja, vor den Fei­er­ta­gen ist der Betrieb beim Fri­seur immer so toll — doch bevor ich nicht alle Schmutz­ar­beit erle­digt habe, mag ich mir auch nicht den Kopf waschen. Wei­ter­le­sen!