Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Großmutter

04. Januar 1939

[390104–2‑1] O., am 4. Janu­ar 1939. Dies­mal muß ich mit einer Erklä­rung begin­nen. Sie dür­fen nicht den­ken, daß ich in der ver­gan­ge­nen Zeit Sie ver­ges­sen habe! [sic] Heu­te füh­le ich mich wie­der wohl und ich will Ihnen alles schrei­ben, was ich auf­zeich­ne­te.   Am 29. Dezem­ber 1938. Mein lie­ber [Roland]! Eine uner­war­te­te Freu­de berei­te­te mir heu­te Ihr lieber […]

28. Dezember 1938

[381228–1‑1] B. am 28. Dez. 1938 Mei­ne lie­be [Hil­de]! Ges­tern erhielt ich Ihren Brief. Sie haben mich damit ein wenig aus dem Kon­zept gebracht. Ich will nun zuerst von Ihrer Gesund­heit reden. Vom Ohr haben Sie nichts mehr geschrie­ben. Hof­fent­lich ist es wie­der heil. Aber nun die Hei­ser­keit. Beob­ach­ten Sie sich recht genau! Und wenn Ihnen […]

20. Dezember 1938

[381220–1‑1] L. am 20. Dez. 1938. Lie­be [Hil­de]! Nun ist Weih­nach­ten her­an. Als Kin­der haben wir uns eigent­lich nur dar­auf gefreut, auf die­se freud­vol­le, geheim­nis­rei­che Zeit, in der auch die Erwach­se­nen Freu­de emp­fan­den und sich den Kin­dern so ganz wid­me­ten. Heu­te beschränkt sich die­se Freu­de bei mir wirk­lich nur auf die tie­fe und erns­te Freu­de, die […]

21. Oktober 1938

[381021–1‑1] L. am 21. Okto­ber 1938. 19.10.38 Heu­te muß ich mit einer Erklä­rung begin­nen. Ihr neu­er Brief­schluß ist nicht nur um ein Grad son­dern um meh­re­re Grad herz­li­cher und wirkt mei­nem Emp­fin­den nach zurück auf die Anre­de. Ich bin ganz ein­ver­stan­den. Nur mein Name gefällt mir nun nicht. 

11. Oktober 1938

[381011–2‑1] O., am 9. Okto­ber 1938. am 11. Okto­ber 1938. Lie­ber Herr [Nord­hoff]! Vie­len Dank für den lie­ben, lan­gen Brief. Bevor ich nun wei­ter­schrei­be, müs­sen wir aber min­des­tens eine Minu­te Geden­ken opfern für ein klei­nes und doch für mich so gro­ßes Ereig­nis: Ich habe am letz­ten Male den 25. Brief von Ihnen erhal­ten! Auch müs­sen wir der […]

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