25. März 1942

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[Salo­ni­ki] Mitt­woch, den 25. März [‘]42

Gelieb­tes Herz! Mein lie­bes, treu­es Weib!

Heu­te muß ich aber nun [ein]mal an die ander[e]n Glie­der der Fami­lie den­ken, und Du, Schät­ze­lein, wirst dabei etwas kür­zer kom­men, aber nur im Umfang, nicht in der Herz­lich­keit. Du, ich gera­te ja in Schul­den, über Schul­den, wird gar nicht dau­ern, lau­fen die Beschwer­den ein. Ach Du! Ich kann mich doch gar nicht tren­nen von Dir, wenn ich an Dei­nem bBoten schrei­be – ich kann mei­ne Gedan­ken auf gar nichts ande­res rich­ten. Die lie­be Mutsch wird auf ein Zei­chen war­ten, die K.er Eltern, Sieg­fried ist wie­der [ein]mal dran, usw. usw. Aber Du kommst ganz zuerst dran heu­te! Und an den Schluß will ich nur noch den Gute­nacht­kuß hän­gen.

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05. März 1942

[420305–1-1]

[Salo­ni­ki] Don­ners­tag, den 5. März 1942

Herz­al­ler­liebs­te mein! Mein lie­bes, treu­es Weib!

Wo find[‘] ich Dich wohl jetzt? In der Sing­stun­de wohl. Wird sie jetzt nicht in der Pfar­re abge­hal­ten? Ach Her­ze­lein! Ich ken­ne nicht ein­mal mehr all Dei­ne Wege und Stei­ge und möch­te[‘] Dich doch so gern beglei­ten, über­all­hin – nur nicht gern in die Pfar­re – sie ist mir ein unheim­li­ches Haus.

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