Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Gott

30. Oktober 1942

[421030–1‑1]

Frei­tag, den 30. Okto­ber 1942

Her­ze­lein! Gelieb­te! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!

So viel­lieb kommst Du heu­te zu mir, gelieb­tes Herz! Vom Mon­tag ist’s der Bote, der zwei­te schon mit der neu­en Num­mer (von S. wur­de noch immer kei­ner nach­ge­schickt! Ich wer­de gele­gent­lich mal anru­fen). So froh ist mein Schät­ze­lein – ohne das Man­ner­li[…]

23. Oktober 1942

[421023–2‑1]

8.)

Frei­tag, am 23. Okto­ber 1942.

Gelieb­tes, teu­res Herz! Mein lie­ber, guter [Roland], Du! Ach, Du! Du!! Komm setz Dich zu mir, gib mir Dei­ne lie­be Hand, lehn Dein Köpf­chen an mich, Herz­lieb! Ruh Dich aus – ach Du! Wer­de still, ganz still bei mir. Und schenk mir dadurch die Kraft, daß auch ich ganz stil­le bin und auf mich […]

9. Mai 1942

[420509–2‑1] 86. [O.] Sonn­abend, am 9. Mai 1942. Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­ter! Mein lie­ber, guter [Roland]! Du! Heu­te sit­ze ich im Stüb­chen, weil die Mut­ter in der Küche plät­tet, da ist[‘]s mir zu eng, zu warm! Du! Die Son­ne scheint zu den Fens­tern her­ein, offen ste­hen sie; ein herr­li­cher Mai­en­tag ist heu­te, der ers­te in sol­cher Pracht. […]

04. Mai 1942

[420504–2‑1] 81. Mon­tag, am 4. Mai 1942. Herz­al­ler­liebs­ter! Mein gelieb­ter [Roland]! Her­zens­schät­ze­lein! Es ist nach­mit­tags ¾ 2 Uhr. Ich bin wie­der fer­tig mit mei­ner täg­li­chen Haus­ar­beit und kom­me nun zuerst zu Dir, ehe ich ans nächs­te Geschäft gehe: Wäsche­le­gen. Erst muß ich mal ein wenig ver­schnau­fen; es ging doch nun seit Sonn­abend in Trab mit […]

02. Januar 1942

[420102–2‑1] Frei­tag, am 2. Janu­ar 1942. Her­zens­schät­ze­lein! Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Gelieb­ter! Du!!! Heu­te will ich wie­der zu Dir kom­men. Ges­tern war ich nur immer in Gedan­ken bei Dir. Der 1. Janu­ar war ges­tern. Du! Den­ke nur: wir schlie­fen bis um 10 vor­mit­tags! Nicht, daß wir so schlaf­be­dürf­tig gewe­sen sei­en! Nein – es war das […]

Nach oben scrollen