Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Gott

04. Mai 1942

[420504–2‑1] 81. Mon­tag, am 4. Mai 1942. Herz­al­ler­liebs­ter! Mein gelieb­ter [Roland]! Her­zens­schät­ze­lein! Es ist nach­mit­tags ¾ 2 Uhr. Ich bin wie­der fer­tig mit mei­ner täg­li­chen Haus­ar­beit und kom­me nun zuerst zu Dir, ehe ich ans nächs­te Geschäft gehe: Wäsche­le­gen. Erst muß ich mal ein wenig ver­schnau­fen; es ging doch nun seit Sonn­abend in Trab mit […]

9. Mai 1942

[420509–2‑1] 86. [O.] Sonn­abend, am 9. Mai 1942. Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­ter! Mein lie­ber, guter [Roland]! Du! Heu­te sit­ze ich im Stüb­chen, weil die Mut­ter in der Küche plät­tet, da ist[‘]s mir zu eng, zu warm! Du! Die Son­ne scheint zu den Fens­tern her­ein, offen ste­hen sie; ein herr­li­cher Mai­en­tag ist heu­te, der ers­te in sol­cher Pracht. […]

02. Januar 1942

[420102–2‑1] Frei­tag, am 2. Janu­ar 1942. Her­zens­schät­ze­lein! Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Gelieb­ter! Du!!! Heu­te will ich wie­der zu Dir kom­men. Ges­tern war ich nur immer in Gedan­ken bei Dir. Der 1. Janu­ar war ges­tern. Du! Den­ke nur: wir schlie­fen bis um 10 vor­mit­tags! Nicht, daß wir so schlaf­be­dürf­tig gewe­sen sei­en! Nein – es war das […]

28. November 1941

[411128–2‑1] Frei­tag, am 28. Novem­ber 1941. Her­zens­schät­ze­lein! Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Du mein herz­lie­bes Man­ner­li! Nun ist es so weit, daß ich mich zu Dir set­zen kann, ledig aller Pflich­ten. Du!! Ich habe den gan­zen Tag schon auf die­se Stun­de gewar­tet! Herz­al­ler­liebs­ter mein! Ich muß Dich ja heu­te sooo her­zin­nig lieb­ha­ben um aller Lie­be und […]

9. November 1941

[411109–1‑1] [Thes­sa­lo­ni­ki] Sonn­tag, den 9. Nov. 1941 Mein lie­bes, teu­res Herz! Mein lie­bes, lie­bes Her­ze­lein! Ein­ge­trie­ben sind wir wie­der. Von uns[e]rer Wan­de­rung zum Kapel­len­berg. Du weißt schon, wel­chen ich mei­ne. Es ist eines uns[e]rer liebs­ten Wan­der­zie­le gewor­den. Und heu­te haben wir es auf einem ganz neu­en Wege ange­steu­ert (wir sind doch See­leu­te!), der hat uns […]

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