Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Glück

01. Oktober 1941

[411001–1‑1] [Thes­sa­lo­ni­ki] Mitt­woch, den 1. Okto­ber 1941 Herz­al­ler­liebs­te! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]! Ob man sich auch dage­gen sträubt, es kommt doch alles nun wie­der ins alte Gelei­se. Daß man ein­mal aus dem Gelei­se geris­sen wird, daß man nicht fest­fährt in einem Gelei­se, das ist wich­tig für das Leben, und das müs­sen wir uns auch für […]

30. September 1941

[410930–2‑1] Diens­tag, am 30. Sep­tem­ber 1941. Her­zens­schät­ze­lein! Mein gelieb­ter [Roland]! Du!!! Eben bin ich mit mei­ner Arbeit fer­tig, habe mich gewa­schen und umge­zo­gen und nun will ich zuerst Dein den­ken, Du! Was wirst [Du] denn jetzt machen um die­se Stun­de? Es wird gleich 1400 [Uhr] sein. Ob Du wohl Mit­tags­ru­he hältst? Ach, ich wüß­te es […]

26. August 1941

[410826–1‑1] [Thes­sa­lo­ni­ki] Diens­tag, den 26. Aug.[ust] 1941 Mein lie­bes, teu­res Herz! Her­zens­schät­ze­lein! Du! Du!!! Welch lie­ber, lie­ber Bote ist heu­te zu mir gekom­men! Wie  strahlt es mir von Lie­be und Freu­de, von Seh­nen und Jubeln – Gelieb­te! Gelieb­te!!! Soo­viel Freu­de in Dir, soo­viel Erwar­tung! Ach Du!!! Du!!!!! So rein und lau­ter und gläu­big, so tief […]

16. August 1941

[410816–2‑1] Sonn­abend, am 16. August 1941. Gelieb­ter!! Mein lie­ber, guter [Roland]! Herz­al­ler­liebs­ter!! Die Glo­cken läu­ten den Sonn­tag ein – es ist 6 Uhr abends. Und jetzt erst bin ich soweit, Dein zu den­ken. Ach, das war wie­der ein aus­ge­füll­ter Tag heu­te. Mor­gens um 6 [Uhr] bin ich raus aus den Federn. Ich schla­fe jetzt gleich […]

13. August 1941

[410813–1‑1] Mitt­woch, den 13. August 41 Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­lieb! Gelieb­te mein!!! Freu­de ist in unse­ren Her­zen, Gelieb­te, gro­ße Freu­de!!! Kaum, daß unser Herz sie all[‘] noch fas­sen kann. Freu­de aus Lie­be, aus gro­ßer tie­fer Lie­be! Die leuch­tet und strahlt aus Dei­nem lie­ben Boten, der heu­te zu mir gekom­men ist – Du liebst mich […]

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