Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Glück

08. April 1939

[390408–1‑1] K. am 8. April 1939. Mei­ne lie­be [Hil­de]! Es ist doch so not­wen­dig, und es ist ein Glück, daß es in den Feri­en mög­lich ist, ein­mal Abstand zu neh­men vom Tun und Schaf­fen, und es von ande­ren Stand­punk­ten aus zu betrach­ten und zu über­bli­cken. Bei die­sen Aus­bli­cken bist Du mir stets gegen­wär­tig. Die Sor­ge […]

25. Juli 1938

[380725–2‑1] 25.7.38. O., am 25. Juli 1938. Lie­ber Herr [Nord­hoff]! Einen schö­ne­ren Mor­gen­gruß hät­te mir heu­te nie­mand br[in]gen kön­nen als Sie, mit Ihrer erlö­sen­den Nach­richt. Weil ich Sie nur außer Gefahr weiß, das übri­ge holen Sie nun schon noch auf; wie gut, daß Ihnen noch 14 Tage zur Ver­fü­gung ste­hen. Nüt­zen Sie sie recht gut […]

15. Juli 1938

[380715–2‑1] 14.7.38 O., am 15. Juli 1938. Lie­ber Herr [Nord­hoff]! Es ist nicht in Wor­te zu fas­sen, wie glück­lich ich bin. Die Zeit drängt und doch kann ich nicht eher schrei­ben, bis ich die vol­le Gewiß­heit habe. Heu­te wur­de sie mir zu teil und ich kann es kaum fas­sen. „Ich darf”, noch nie waren die­se […]

15. Juni 1938

[380615–1‑1] 14.6.38 L. am 15.6.38 Lie­bes Fräu­lein [Lau­be]! Zum Dank schrei­be ich Ihnen, was ich am 15. Mai in mein Tage­buch schrieb.— „Sagen Sie, haben Sie im Leben auch ein­mal einen Men­schen so recht von Her­zen lieb gehabt?” So frag­ten Sie damals. Die­se Fra­ge hat mich erschüt­tert, hat an mein Herz gerührt. Das hat mich in […]

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