29. November 1941

[411129–1‑1]

[Salo­ni­ki] Sonn­abend, den 29. Nov. 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Gelieb­te! Hol­de mein!

Das Klee­blatt ist bei­sam­men zum Wochen­en­de. Häus­lich sind alle. Am Tische zur Lin­ken sitzt K., Zigar­re rau­chend und schrei­bend. Er schreibt viel, nach vie­len Sei­ten. Auch täg­lich an sei­ne Frau. Aber es geht ihm schnel­ler von der Hand als Dei­nem Man­ner­li. Weri­ter­le­sen!

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21. Oktober 1941

[411022–1‑1]

[Salo­ni­ki] Mitt­woch, den 22. Okto­ber 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Gelieb­te, Hol­de mein!

Dein lie­ber Bote ist noch immer aus­ge­blie­ben. Wir wis­sen hier auch, was schuld ist an der Ver­zö­ge­rung. Leicht, daß auch die Post nach der Hei­mat dar­um Ver­spä­tung erlei­det. Mach[‘] Dir also kei­ne Sor­gen. Wei­ter­le­sen!

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16. Oktober 1941

T&Savatar[411016–1‑1]

[Salo­ni­ki] Don­ners­tag, den 16.Oktober 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Gelieb­tes Weib! Du!!!

Sooo viel, viel Freu­de ist heu­te ein­ge­zo­gen bei mir mit Dei­nen lie­ben Boten vom Don­ners­tag u.[nd] Frei­tag, Du! Gelieb­te! Freu­de in mei­nen frei­en Nach­mit­tag! Alle Wär­me und Freu­de kommt mir von Dir, gelieb­tes Wesen, sie über­strahlt auch den grau­es­ten Regen­tag, so wie wir ihn heu­te hier haben. Herz­lieb! Ich muß an das Gespräch den­ken, das ich sei­ner­zeit mit Pas­tor B. führ­te und von dem ich Dir damals schrieb. Ich hat­te damals mei­nen guten Glau­ben an den Bund der Ehe zu ver­tei­di­gen. Du! Du!! Wir wis­sen bei­de, wo die Klip­pen lie­gen und die Untie­fen, an denen das Schiff­lein uns[e]res Bun­des schei­tern konn­te. Wir dür­fen wohl sagen, daß wir mit Got­tes Hil­fe sie glück­lich umfah­ren haben. Wei­ter­le­sen!

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13. Oktober 1941

[411013–2‑1]

Mon­tag, am 13. Okto­ber 1941.

Herz­al­ler­liebs­ter mein! Du lie­ber, liebs­ter [Roland]!

Es ist Vor­mit­tag, ich bin allein. Und ich muß mir jetzt eine Stun­de Zeit gön­nen, bei Dir zu sein, Du! Du klag­test in zwei Dei­ner Boten über die Form­lo­sig­keit uns[e]rer Zeit. Ich habe Dich ver­stan­den, Herz­lieb. Ich muß auch alle Dei­ne Betrach­tun­gen und Begrün­dun­gen gel­ten las­sen, weil Du recht hast. Und es ist wahr­lich erschre­ckend, dar­über nach­zu­den­ken, wie das Gan­ze noch ein­mal enden wird. Wei­ter­le­sen!

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23. Juli 1941

[410723–1‑1]

Mitt­woch, den 23. Juli 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­lieb, Gelieb­te mein!

Man­che Tage in unse­rem Leben, wo es auch sei, die ver­lau­fen so glatt und har­mo­nisch, es geht alles von der Hand, geht alles auf wie eine Teil­auf­ga­be ohne Rest – und ande­re Tage sind, da ist’s, als füh­re man über einen Knüp­pel­damm von Hor­zeln und Hol­pern, da will auch das Ein­fachs­te nicht glü­cken, da zei­gen sich über­all Wider­stän­de wie dro­hen­de Rie­sen. Wei­ter­le­sen!

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