Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Glaube

09. November 1942

22.)

Mon­tag, am 9. Novem­ber 1942.

Gelieb­tes teu­res Herz! Du mein herz­al­ler­liebs­ter [Roland] mein!

Ich seh­ne mich doch so nach Dir, Schät­ze­lein! Du!! Du!!!

Und ich kom­me doch gleich am lie­ben Mon­tag­mor­gen schon wie­der zu Dir, Ach Her­ze­lein! Ganz lieb und fest und innig umfan­ge ich Dich! Du!!! Drü­cke Dich sooo lieb an mich, Du mein Her­zens­schatz, mein […]

08. November 1942

Sonn­abend­abend, den 7. Novem­ber 1942

Gelieb­tes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!

Dein Man­ner­li war heu­te in der Stadt. Zusam­men mit dem Kame­rad L.. Das hat­te den Vor­teil, daß ich gleich an die wich­tigs­ten Punk­te geführt wur­de: Schloß, Natio­nal­thea­ter, in einen schö­nen Park inmit­ten der Stadt, durch die Haupt­ge­schäfts­stra­ßen. Das hat­te aber den Nach­teil, daß das Man­ner­li nicht nach sei­nem […]

07. November 1942

20.)

Sonn­abend, am 7. Novem­ber 1942.

Her­zens­schät­ze­lein! Mein aller­liebs­tes gutes Man­ner­li! Mein [Roland]!

Guten Mor­gen! Du!! Bist doch schon über Dei­ne Arbeit gebeugt, es ist 15 Minu­ten nach 8 Uhr, kann mir doch nur schnell einen Blick haschen, oder ein Küß­chen dazu? Ach Du! Wenns [sic] nie­mand sieht, dann schon! Gelt? Her­ze­lein! Heu­te will nach vie­lem Regen […]

06. November 1942

19.) Frei­tag, am 6. Okto­ber [*] 1942.

Herz­al­ler­liebs­ter mein! Gelieb­tes teu­res Herz! Mein [Roland]!

Du! Her­ze­lein, ich kom­me doch heu­te wie­der am Mor­gen zu Dir wie ges­tern. Viel­leicht, daß es nun so bleibt in den Win­ter­wo­chen? Es ist mor­gens noch so dun­kel, daß man kei­ne rech­te Arbeit im Haus­we­sen ver­rich­ten kann, jedoch bei der Lese­lam­pe sit­zen kann ich sehr gut. Aber: […]

03. November 1942

Diens­tag, den 3. Nov. 1942

Gelieb­tes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!

Daheim bin ich wie­der – sit­ze allein im Stüb­chen – der Kame­rad ging aus – die Tisch­lam­pe beleuch­tet mein Schreib­zeug im dunk­len Stüb­chen – ach Her­ze­lein! Und nun schwin­den Zeit und Raum, ver­sinkt die Umwelt – und ich bin bei Dir – nahe, sehr nahe, Gelieb­te!

Als ich […]

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