25. Juli 1941

Aus­zug aus dem Brief mit Kreuz

[410725–1-1]

X     Frei­tag, den 25. Juli 1941

Herz­lieb! Gelieb­te! Mein lie­bes, teu­res Weib!

Wer hat mich denn heut[‘] Nacht nicht schla­fen las­sen? Du!! Du!!! Ist mein Paket ange­kom­men? Nun wirst [Du] Dich gewiß über den Urlaub am meis­ten gefreut haben! Der Hubo hat’s nicht geschickt gemacht – geschickt oder nicht – viel Freu­de woll­te ich Dir doch nur berei­ten! Nun muss ich Dir erst mei­nen Traum erzäh­len. Wei­ter­le­sen!

24. April 1940

[400424–2-1]

O., am 24. April 1940.

Am Mon­tag.

Herz­al­ler­liebs­ter! Du, mein [Roland]!

Zu mei­nem Käm­mer­lein bin ich wie­der, in mei­nem Bett­lein schla­fe ich wie­der, Du! Ich sehe Dich auf zwei Bil­dern neben mir auf dem Nacht­tisch ste­hen. Du siehst her zu mir. Du! Wie ich Dich lie­be!

Ich kann es ja nicht aus­spre­chen, Gelieb­ter!

Du hast mich so sehr beglückt an mei­nem Geburts­ta­ge  — und mit dei­nem Besuch!

Wie kann ich es Dir nur dan­ken, Du? Wei­ter­le­sen!

24. Juli 1938*

[380724–1-1*]

[*unda­tiert, wohl 24. Juli 1938]

Lie­bes Fräu­lein [Lau­be]!

Eben kom­me ich von der Post, ich sel­ber kom­me, und bin nun im Besitz Ihrer lie­ben Zei­len, sit­ze nun in mei­ner Kam­mer und beei­le mich, Ihnen zu schrei­ben.

Als ich in Wer­ni­ge­ro­de abfuhr, war ich in gro­ßer Sor­ge, daß ich die Fahrt gut über­ste­hen möch­te. Noch in Leip­zig dau­er­te es mir zu lan­ge. In Dres­den war mir dann merk­lich leich­ter. Ich bekam Appe­tit und trank in Bahn­hof ein Känn­chen Scho­ko­la­de und kam dann zu Hau­se ziem­lich frisch an. Der Gedan­ke, zu Hau­se nicht schwach zu erschei­nen und die Gewiß­heit, daß mir nun gehol­fen wür­de, lie­ßen mich zu Kräf­ten kom­men, sodaß ich am Dok­tor vor­bei mar­schier­te. Wei­ter­le­sen!