Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Gespräch

03. Juli 1940

[400703–1‑1] S. am 2. Juli 1940 Herz­al­ler­liebs­te, mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de], Du! Den gan­zen Sonn­abend und Sonn­tag hat es noch gegrollt, bis zum Abend, zum rei­ni­gen­den Gewit­ter, ich habe räson­niert und gerech­tet mit mir und Dir. Mit einem Gefühl des Unmu­tes begann es, und dann stan­den plötz­lich auch die Grün­de vor mir. Aber der Unmut […]

06. Februar 1939

[390206–2‑1] O., am 5. Febru­ar 1939. am 6. Febru­ar 1939. Mein lie­ber [Roland]! Ein­mal sag­te ich Ihnen schon, daß ich füh­le, wenn Ihr Bote naht. So auch heu­te. Kurz vor 8 erwach­te ich — hör­te die Uhr schla­gen — lag dann mäus­chen­still und lausch­te. Bald dar­auf trab­te einer den Gang her­ein und umständ­lich die Trep­pe […]

19. Januar 1939

[390119–1‑1] L. am 19. Janu­ar 1939. Mei­ne lie­be, gute [Hil­de]! Das neue Jahr nimmt einen stür­mi­schen Anfang, wie­der in man­cher­lei Hin­sicht. Die poli­ti­sche Atmo­sphähre ist gela­den mit star­ken Span­nun­gen. Die­se Woche brach­te mir zwei wich­ti­ge Ent­schlüs­se. Ich spü­re es, in die­ser Woche muß sich man­ches ent­schei­den. Ich bit­te Gott um sei­nen Segen. Dem Muti­gen hilft […]

21. Oktober 1938

[381021–1‑1] L. am 21. Okto­ber 1938. 19.10.38 Heu­te muß ich mit einer Erklä­rung begin­nen. Ihr neu­er Brief­schluß ist nicht nur um ein Grad son­dern um meh­re­re Grad herz­li­cher und wirkt mei­nem Emp­fin­den nach zurück auf die Anre­de. Ich bin ganz ein­ver­stan­den. Nur mein Name gefällt mir nun nicht. Plea­se fol­low and like us:

07. Oktober 1938

[381007–1‑1] B. am 7. Okt. 1938 Lie­bes Fräu­lein [Lau­be]! Wenn ich am kom­men­den Sonn­tag mei­ne ‚Dienst­räu­me’ wie­der betre­te, wird die Erin­ne­rung an Ihren Besuch leb­haft wer­den. Sie ken­nen nun mei­ne Behau­sung, sind mei­ne Wege gegan­gen, und mir wird es manch­mal vor­kom­men, als sei­en Sie mit anwe­send und schrit­ten neben mir, ich wer­de mich manch­mal geheim […]

Nach oben scrollen