20. Oktober 1941

[411020–1‑2]

[Salo­ni­ki] Mon­tag, den 20. Okto­ber 1941

Mein lie­bes, teu­res Weib! Her­zens­schät­ze­lein. Gelieb­te Du!!!

Nun kom­me ich dazu, Dei­ne lie­ben Boten vor­zu­las­sen. Sei noch­mals recht herz­lich bedankt dafür. Gelieb­te! Ich sag­te dir schon, daß ich mich ganz zu Haus[‘] füh­le in die­sen Zei­chen, ganz lieb ver­stan­den und umfan­gen von mei­nem Herz­lieb! Wei­ter­le­sen!

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20. Dezember 1940

T&Savatar[401220–1‑1]

Frei­tag, den 20. Dezem­ber 1940.

Gelieb­te! Herz­al­ler­liebs­te! Mei­ne lie­be, lie­be, [Hil­de] Du!

Jetzt sind wir uns wie­der mal ganz nahe mit unse­ren Boten. Zwei kamen heu­te von Dir, und einer davon, den Du ges­tern noch in Dei­nen lie­ben Hän­den hiel­test, den Du erst ges­tern mit vie­len [^]lie­ben Zei­chen und Gedan­ken und ande­rem mehr auf den Weg schick­test zu mir. Zu mir, Du!! Du, Gelieb­te!! Daß Du mei­ner so lieb und treu denkst! Daß ich Dich in der Hei­mat weiß! Ein siche­rer Kompaß bist Du mir; mein lie­ber, schö­ner Stern, der mich bannt mit sei­nem Strahl, daß ich nur zu ihm immer auf­schau­en muß, daß ich ihm fol­gen muß, daß ich nie mich ver­lie­ren kann. Herz­lie­bes! Daß ich Dich als mei­nen bes­ten Kame­ra­den gewann, als Weg­ge­fähr­ten durch die­se schwe­re Zeit, es ist eine Gna­de, ein Geschenk Got­tes! Wei­ter­le­sen!

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05. Dezember 1940

T&Savatar[401205–2‑1]

Don­ners­tag, am 5. Dezem­ber 1940.

Herz­al­ler­liebs­ter!! Mein [Roland]!! Mein lie­ber, lie­ber [Roland]!!

Grau ist der Him­mel, es stürmt und schneit. Bei uns wird es nun Win­ter mit aller Macht. Ich war noch kei­nen Schritt an der Luft heu­te, mir graut die Mutsch hat die Wege besorgt. Aber ich muß noch mal hin­aus heu­te, ich frie­re so, ich kann mich kaum erwär­men und dabei ist es so warm drin, meint Mutsch. Es fehlt mal [ein] bis­sel [sic: biss­chen] Sauer­stoff; es wird dann schon anders mit mir. Wei­ter­le­sen!

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25. Mai 1940

Belgian refugees. United Nations - NARA - 535895
Bel­gi­sche Flücht­lin­ge, 1940, Office for Emer­gen­cy Manage­ment, Office of War Infor­ma­ti­on, US NARA, RG 208 (ARC iden­ti­fier: 535890), über Wiki­me­dia Com­mons, 04.2015
[400525–1‑1]

S. am 23. Mai 1940.

Herz­al­ler­liebs­te, mei­ne lie­be [Hil­de], Du!

So lan­ge brauch­te ich nicht nach der Feder zu grei­fen! Still ist es wie­der gewor­den in mei­nem Hau­se [sic], nach fro­her Gesel­lig­keit nun dop­pelt und selt­sam still. Ich spü­re früh­mor­gens nicht mehr den Atem hin­ter mei­ner Tür, brau­che nicht mehr rück­sichts­voll lei­se zu tre­ten. Du stehst nicht mehr bequem leib­haf­tig vor mir nach dem Dienst, ich muβ Dich wie­der suchen, und wir müs­sen uns mit Wor­ten wie­der ver­ständ­lich machen. Wei­ter­le­sen!

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26. Februar 1940

[400226–2‑1]

O., am 25. Febru­ar 1940

Herz­al­ler­liebs­ter, mein lie­ber, lie­ber [Roland]!

Ein herr­li­cher Sonn­tag ist heu­te, mit soviel Son­nen­schein und blau­em Him­mel. Ach Du! Nun wird bestimmt rich­ti­ger Früh­ling — wie ich mich freue, die­ses Jahr — ich kann es kaum noch erwar­ten, bis ich wie­der mit Dir hin­ein­wan­dern kann in die schö­ne, blü­hen­de Welt. Du!, wie die Vögel heu­te schon zwit­schern und gro­ße, wei­ße Wol­ken zie­hen am Him­mel lang. Ich habe eine lan­ge Wei­le am Fens­ter gestan­den und ihnen zuge­se­hen. Wei­ter­le­sen!

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