23. Oktober 1941

[411023–1‑1]

Don­ners­tag, den 23. Okt. 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Gelieb­te mein!

Noch immer kei­ne Post! Aber Du bist nicht schuld. Ich bin gewiß, daß Du mein denkst, ganz lieb, oh so lieb! Und ich bin heu­te so froh und ertap­pe mich heu­te vor­mit­tag über dem Musi­zie­ren pfeif­fen­der­wei­se. Gewiß kommt das Froh­sein von Dir liebs­ten Her­zens­schatz. Herz­lieb, Du! Wei­ter­le­sen!

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05. Juni 1940

Bundesarchiv Bild 183-B14898, Calais, britische Kriegsgefangene
Calais, bri­ti­sche Kriegs­ge­fan­ge­ne, Mai 1940, DBA, Bild 183-B14898 / CC-BY-SA, 06.2015.
[400605–2‑1]

O., am 5. Juni 1940.

Herz­al­ler­liebs­ter!  Mein lie­ber, lie­ber [Roland], Du!

Als ich heu­te früh den ers­ten Blick aus dem Fens­ter tat, weh­ten die Flag­gen fast an allen Häu­sern der S.straße.  Es blieb mir bis heu­te mit­tag ein Rät­sel, was wohl die­ser ganz beson­de­re Anlaß dazu sein muß. Dün­kir­chen ist gefal­len – ich erfuhr es beim Ein­kau­fen.  Eine lau­te, freu­di­ge Stim­mung tut sich über die­sen groβen Sieg nir­gends kund.  Dank­bar­keit, tie­fe Dank­bar­keit gegen Gott und unse­re lie­ben Sol­da­ten f[ü]hlen wir in uns; möge er gnä­dig wal­ten über dem deut­schen Geschick.  Ich emp­fin­de es mach­mal ungut, mach­mal gut, daβ wir kein Radio haben.  Vie­le auf­re­gen­de Ein­zel­hei­ten blei­ben so mir erspart und doch war­te ich bren­nend dar­auf, bis die Zei­tung kommt und das Wich­tigs­te mel­det.  Glaub mir, ich kann nicht ohne Anstren­gung mei­ne Fas­sung und trotz allem mei­nen Mut bewah­ren.  Die­ser Krieg ist so grau­sam. Wei­ter­le­sen!

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01. April 1939

[390401–1‑1]

K. am 31. März 1939.

Mei­ne lie­be [Hil­de]!

Was soll ich Dir schrei­ben? Es drängt mich nicht zu schrei­ben heu­te, ich sage es ehr­lich. War­um? Ich weiß es nicht. Ich den­ke oft an dich: Du Daß Du jetzt flei­ßig sein mußt, die­weil ich aus­ru­he. Daß ich mit Dir jeden Tag nach der Arbeit 2 Stun­den gehen möch­te. Wei­ter­le­sen!

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04. Januar 1939

Neujahrsfest, Bleigießen, Hans-Günter Quaschinsky, Sylvester bei Werner Lierck. In der Küche! 18 December 1957. Bundesarchiv Deutschland Allgemeiner Deutscher Nachrichtendienst, Bild 183-51875-0001. http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bundesarchiv_Bild_183-51875-0001,_Neujahrsfest,_Bleigie%C3%9Fen.jpg, herunterladen Dezember 2013.
Neu­jahrs­fest, Blei­gie­ßen, Hans-Gün­ter Qua­schin­sky, Syl­ves­ter bei Wer­ner Lierck. In der Küche! 18 Decem­ber 1957. Bun­des­ar­chiv Deutsch­land All­ge­mei­ner Deut­scher Nach­rich­ten­dienst, Bild 183–51875-0001. http://commons.wikimedia.org/wiki/File: Bundesarchiv_Bild_183-51875–0001,_Neujahrsfest,_Bleigie%C3%9Fen.jpg, her­un­ter­la­den Dezem­ber 2013.

[390104–1‑1]

B. am 4. Jan. 1939.

Mei­ne lie­be [Hil­de]!

Herz­li­chen Dank für Ihre guten Wün­sche zum neu­en Jahr. Kam mein Neu­jahrs­brief recht­zei­tig an? Heu­te ist Mitt­woch. Ich war­te unge­dul­dig auf ein Zei­chen von Ihnen. Und ich weiß doch, daß Ihnen wenig Zeit bleibt zum Schrei­ben. Sind Sie wie­der gesund? Ich habe jetzt soviel Zeit zum War­ten. Ihre Bil­der, die ich sonst auch am Sonn­tag über mit mir neh­me, habe ich am 2. Fei­er­tag in L. lie­gen las­sen. Nun muß ich mich an die bei­den Brie­fe hal­ten, den Geburts­tags­brief und den Weih­nachts­brief. Sie lie­gen im Käst­chen ver­wahrt, jeden Tag lese ich einen von bei­den. Sie haben mir viel Freu­de damit berei­tet. Vie­len Dank dafür, mei­ne lie­be [Hil­de]. Wei­ter­le­sen!

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28. Dezember 1938

[381228–1‑1]

B. am 28. Dez. 1938

Mei­ne lie­be [Hil­de]!

Ges­tern erhielt ich Ihren Brief. Sie haben mich damit ein wenig aus dem Kon­zept gebracht. Ich will nun zuerst von Ihrer Gesund­heit reden. Vom Ohr haben Sie nichts mehr geschrie­ben. Hof­fent­lich ist es wie­der heil. Aber nun die Hei­ser­keit. Beob­ach­ten Sie sich recht genau! Und wenn Ihnen etwas uner­klär­lich oder gar ver­däch­tig erscheint, zie­hen Sie den Arzt zu Rate. Hal­ten Sie sich warm. Gehen Sie nicht eher an Ihre Arbeit, als bis Sie sich ganz mun­ter füh­len. Und nun gute Bes­se­rung.

Der nächs­te Brief soll­te der Neu­jahrs­brief sein. Nun muß ich doch noch einen ein­schie­ben. Wei­ter­le­sen!

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