Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Geschlechterrollen

27. Dezember 1942

[421227–1‑1]
Sonn­tag, den 27. Dezem­ber 1942 

Her­zens­wei­berl! gelieb­te! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!

Zum mor­gen [sic] noch erkun­dig­te ich mich nach dem Dienst und ging tri­um­phie­rend mit dem Bescheid davon, daß ich erst am Mon­tag dran sei. Zu früh geju­belt. Im spä­ten Vor­mit­tag rief er an […]

09. Dezember 1942

[421209–1‑1]
Mitt­woch, den 9. Dezem­ber 1942 

Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­te! Mei­ne lie­be [Hil­de]!

Du! Ich brauch doch die gro­ße Stadt gar nicht mit ihren Zer­streu­un­gen – ich habe doch jeden Abend viel Lie­be­res vor! Ach Du! Lie­be­res fin­de ich doch nicht. Und Wich­ti­ge­res nicht, als einen Boten auf den Weg zu brin­gen zu mei­nem Herzensschatz […]

14. Oktober 1942

1.)

Mitt­woch, am 14. Okto­ber 1942.

Her­ze­lein! Schät­ze­lein, Du! Mein lie­ber, lie­ber [Roland]!

Ach Du! Du! Wo fin­de ich Dich denn jetzt? Sicher schon im frem­den Land; denn die Uhr zeigt die 9. Abend­stun­de. Es ist spät gewor­den, weil Herr N. zu Besuch bei uns weil­te bis vor­hin. Oh Her­ze­lein! Nun komme […]

9. Mai 1942

[420509–2‑1] 86. [O.] Sonn­abend, am 9. Mai 1942. Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­ter! Mein lie­ber, guter [Roland]! Du! Heu­te sit­ze ich im Stüb­chen, weil die Mut­ter in der Küche plät­tet, da ist[‘]s mir zu eng, zu warm! Du! Die Son­ne scheint zu den Fens­tern her­ein, offen ste­hen sie; ein herr­li­cher Mai­en­tag ist heu­te, der ers­te in sol­cher Pracht. Gleich […]

Nach oben scrollen