12. August 1941

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Diens­tag, den 12. August 1941

Mein lie­ber Her­zens­schatz! Gelieb­te, Du! Mei­ne [Hil­de]!!

Schon bin ich wie­der bei Dir! Wo wäre ich auch lie­ber? Ich suche Dich – Du suchst mich – wol­len wir auf­pas­sen, daß wir beim Suchen nicht mit unse­ren Köp­fen zusam­men­sto­ßen, Du! Was wird das für eine Freu­de geben, wenn zwei, die sich so lieb such­ten, ach, so lei­den­schaft­lich, wenn die sich fin­den! Du!!! Du!!!!! Wei­ter­le­sen!

29. März 1941

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Sonn­abend, am 29. März 1941.

Mein gelieb­tes Herz! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]! Du!!

Sonn­abend ist [es], der Fei­er­tag will begin­nen; die Uhr zeigt ½ 8, es wird schon dun­kel drau­ßen, und bei mir hier drin­nen am Tisch läßt sichs’[sic] bald nicht mehr schrei­ben. Jetzt habe ich Licht gemacht und noch ein­mal muß­te ich sin­nend in die rosen­ro­ten Wol­ken des Abend­him­mels schau­en, ehe ich das dunk­le Rol­lo über die Fens­ter glei­ten ließ. Zu Dir gehen mei­ne Gedan­ken – zu Dir, Gelieb­ter!! Ob auch Du solch fried­vol­len Fei­er­abend erle­ben darfst? Frie­de­voll in Dei­ner Umge­bung, frie­de­voll auch in Dei­nem Her­zen? Ach Du!! Das wüß­te ich so ger­ne, mein [Roland]! Ob Du Dich schon ein wenig hei­misch – wenigs­tens wohl fühlst – in Dei­ner neu­en Umge­bung? Bei uns hier ist es doch gar­nicht so, als leb­ten wir in der bösen Kriegs­zeit. So still und fried­lich liegt alles und schaut uns die Hei­mat an, so wie sie es immer schon tat – nichts ver­mis­se ich – kei­ne böse, zer­stö­ren­de Macht hat hier Unheil erwirkt. Wei­ter­le­sen!

25. Januar 1941

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Sonn­abend, am 25. Janu­ar 1941.

Herz­al­ler­liebs­ter!! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]!! Gelieb­ter!! Du!!

Nun bin ich wie­der ganz, ganz Dein! Nur für mein Herz­lieb bin ich da. Von mei­ner Hams­ter­fahrt, noch im grau­en Däm­mer des anbre­chen­den Tages, bin ich unbe­hel­ligt zurück­ge­kehrt. Gefah­ren bin ich, dies­mal wars’ [sic] ganz ange­nehm! Wei­ter­le­sen!

22. Dezember 1940

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Sonn­tag, am 4. Advent 1940.

Win­tersan­fang — Hubo’s Geburts­tag.

Herz­al­ler­liebs­ter!! Du!! Mein gelieb­ter, guter [Roland]!! Du!!

Ja, eigent­lich kommt noch hin­zu: der 22. Dezem­ber, aber zu allen guten Din­gen gehö­ren doch immer nur 3 [sic]! Und nun magst Du selbst wäh­len, Dicker­le, und magst gel­ten las­sen, was Dir beliebt, da oben rechts! Aber wei­ter unten dann, in der Mit­te, Du! Da mußt alles, alles gel­ten las­sen, was dort steht, hörst? Da ist eines so wich­tig wie das ande­re — da ist eines so lieb gemeint wie das ande­re! Wei­ter­le­sen!

08. Dezember 1940

Flakbatterie im Abschuß, Bülk, Herbst 1940, Bild: wohl von Roland.
Flak­bat­te­rie im Abschuß, Bülk, Herbst 1940, Bild: wohl von Roland.

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Sonn­tag, den 8. Dezem­ber 1940

Herz­lie­bes! Mein lie­bes, treu­es Herz! Hol­de mein!

Du, ich bin heu­te so froh inner­lich — und ein ganz klein wenig ist mir auch weih­nacht­lich zumu­te — und, es kann gar nicht anders sein, Du bist es auch. Wenn auch Dein lie­ber Bote vom Don­ners­tag nicht ganz dar­nach aus­schaut. Zunächst will ich mich also ent­schul­di­gen, daß Du ges­tern so kurz kom­men muß­test. Höre: Ges­tern war Bar­bara­tag. Bar­ba­ra, die Schutz­hei­li­ge [d]er Artil­le­rie. Wei­ter­le­sen!