Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Geschenk

29. Oktober 1942

[421029–2‑1]

13.)

Don­ners­tag­abend, am 29. Okto­ber 42.

Gelieb­ter! Herz­al­ler­liebs­ter!

Ich muß doch schnell noch ein­mal zu Dir kom­men, ehe ich ins Bett­lein gehe, es ist schon ½ 1100 [Uhr] vor­bei. Ach Du! Mein Herz ist ja so über­voll! Du hast mich so lieb, sooooo lieb, Her­zens­schät­ze­lein! Oh – bin ich glück­lich!

Her­ze­lein! Hab Dank für Dein Lieb­ge­den­ken [sic] und für […]

27. Oktober 1942

[421027–1‑1]

Mon­tag, den 26. Okto­ber 42

Herz­al­ler­liebs­te mein! Du, mei­ne lie­be [Hil­de]!

Den drit­ten Tag kommt der lie­be Bote schon ganz regel­mä­ßig zu mir – braucht 3 Tage für den Weg, nicht halb so lan­ge wie nach S. [sic] – weil er nicht über Wien muß, den­ke ich – fein ist das doch! […]

25. Oktober 1942

[421025–1‑1]

Sonn­tag, den 25. Okto­ber 1942

Gelieb­tes Weib! Mei­ne [Hil­de]! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!

Und nun kom­me ich zu Dir! Es ist schon 10 Uhr vor­bei! Zuletzt zu Dir – Her­ze­lein – zuerst und zuletzt bei Dir – immer bei Dir! Kom­me zu Dir mit so vol­lem Her­zen, Gelieb­te!

Ich habe den Rem­brandt­film gese­hen. Er ist erschüt­ternd. Und […]

23. Oktober 1942

[421023–1‑2]

Frei­tag, den 23. Okt. 42

Her­zens­schät­ze­lein !

Ein paar Din­ge zur Damen­toi­let­te, Span­ge, Lip­pen­schmie­re, Schnür­rie­men – ach, siehst, ich weiß nicht mal die Namen für all die ver­fäng­li­chen Din­ge – ist auch nicht nötig – Haupt­sa­che, sie ver­fan­gen fan­gen das Man­ner­li – und das tut […]

07. Dezember 1941

[411207–2‑1] Am 2. Advents­sonn­tag 1941. Her­zens­schät­ze­lein! Mein lie­ber, aller­liebs­ter [Roland]! Heu­te schneit es wie­der, kalt ist’s und ein Sturm hat sich auf­ge­macht. Aber gut tut einem die Luft. Sie ist so rein. Die Eltern wol­len nach­her ein­mal nach M. lau­fen, hin­zu wol­len sie den Staub­sauger mit­brin­gen; denn nun geht doch das Groß­rei­ne­ma­chen los! Man hat’s […]

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