Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Generationsunterschied

11. Mai 1942

[420511–1‑1] [Salo­ni­ki,] Mon­tag, den 11. Mai 1942 Her­ze­lein! Gelieb­te! Mei­ne lie­be aller­liebs­te [Hil­de], Du! [Ich] Sitz[‘] doch schon wie­der bei Dir! Schnell ist der Tag her­um von einem Hän­de­fas­sen und Lieb­ge­den­ken zum ander[e]n. Und der Mai erscheint schon wie­der zwei­stel­lig. Her­ze­lein! [Du] Hast doch schon wie­der eine Urlaubs­hoff­nung ein­ge­pflanzt, Du, Herz­al­ler­liebs­te! Weil Du mich gern […]

27. November 1941

[411127–1‑1] [Salo­ni­ki,] Don­ners­tag, den 27. Nov.[ember] [19]41 Herz­al­ler­liebs­tes Schät­ze­lein! Mei­ne lie­be [Hil­de], Du! Drei Tage kei­ne Post – das ist eine ganz schö­ne Gedulds­pro­be. Ach Du! Wenn Du mich 3 Tage [ein]mal nicht anschau­test oder nicht mit mir sprä­chest – das hielt[‘] ich doch nicht aus. Aber so ist es doch gar nicht. Plea­se fol­low […]

26. November 1941

[411126–1‑1] Mitt­woch, den 26. Novem­ber 1941 Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­te! Du!!! Mein lie­bes, lie­bes Weib! Heu­te komm[‘] ich gleich mal zum Vor­mit­tag auf einen Sprung zu Dir. Jetzt ist es 11 Uhr. Da wird unser Lager abge­bro­chen. Alles begibt sich zum Essen und still wird’s im Haus. Ich fah­re ja mit der Stra­ßen­bahn und rich­te es so […]

25. November 1941

[411125–1‑1] Diens­tag, den 25.Nov.1941 Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­tes, teu­res Weib! Mei­ne Hil­de! Heu­te ist mein Bote kei­ne Ant­wort, denn der Dei­ne blieb heu­te aus – es war aber auch zu schnell die letz­ten Tage. Aber eine Ant­wort ist er doch immer, Du! Ein Echo, ein Wider­glanz, ein Wider­schein Herz­lieb! Wider­schein Dei­nes und mei­nes Glü­ckes, unse­res Glü­ckes. Plea­se […]

17. Oktober 1941

[411017–1‑1] [Salo­ni­ki] Frei­tag, den 17. Okto­ber 1941 Her­zens­schät­ze­lein! Mein lie­bes teu­res Weib! Ganz neu­wa­schen [sic] ist Dein Man­ner­li! Vor einer Stun­de saß es noch in der Wan­ne und war­te­te ver­geb­lich auf den lie­ben Bade­meis­ter. Aber sein gedacht habe ich ganz sehr. Ich brau­che ihn doch. Über­all­hin kann ich doch nicht lan­gen! Auf dem Heim­we­ge habe […]

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