Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Geld

29. Oktober 1942

[421029–1‑1]

Mon­tag, Don­ners­tag, den 29. Okt. 1942

Gelieb­tes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]!

Vor­bei der Dienst. Er ließ sich heu­te so flau an und brach­te auf die letz­te Stun­de noch einen gan­zen Schwung Arbeit. Bin auf dem Heim­weg noch ein Rin­gel durch den Park gegan­gen. Ein grau­er, rau­er Herbst­tag ist heu­te – das hab ich erst am Abend gemerkt. […]

28. Oktober 1942

[421028–2‑1]

12.)

Mitt­woch, am 28. Okto­ber 1942.

Herz­al­ler­liebs­ter mein! Schät­ze­lein Du! Gelieb­ter [Roland]!

Aber nun kom­me ich doch ganz schnell zu Dir, mein Schät­ze­li. Bin doch so beschäf­tigt gewe­sen den gan­zen Tag und konn­te es doch gar­nicht erwar­ten, bis ich end­lich bei Dir sit­zen kann. Ach Du! Hast mich ja heu­te so, so froh […]

22. Oktober 1942

[421022–2‑1]

7.)

Don­ners­tag, am 22. Okto­ber 1942. Am Mor­gen.

Her­zens­schät­ze­lein! Du!! Mein herz­al­ler­liebs­ter [Roland]!

Ich kom­me heu­te gleich am frü­hen Mor­gen zu Dir, weil ich doch ges­tern gar­nicht dazu kam Dir zu schrei­ben, Her­ze­lein. Es ist gera­de um 900 [Uhr], eben brach­te die Post eine Kar­te vom Vater aus K., wor­auf er mir noch­mal ans Herz legt, uns­re […]

12. November 1941

[411112–2‑1] Mitt­woch, am 12. Novem­ber 1941. Her­zens­schät­ze­lein! Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Gelieb­ter Du!!! So wie abwech­selnd Don­ners­tag und Frei­tag Dein frei­er Tag ist, so ist Mitt­woch mein unfrei­er Tag. Aber ich kla­ge nicht dar­um; denn der Abend gehört ja noch mir! Und nun ist es Abend und ich set­ze mich zu Dir, mei­nem liebs­ten Gesell! […]

27. August 1941

[410827–1‑1] Mitt­woch, den 27. Aug. 1941 Mein lie­bes, teu­res Weib! Her­zens­schät­ze­lein! Hol­de mein!! Nun ist es so weit, daß ich Dir mei­nen letz­ten Boten schi­cken soll, bevor ich sel­ber kom­me, bevor wir uns wie­der­se­hen. Oh Gelieb­te! So dicht vor uns[e]rer gro­ßen Freu­de, so kurz vor mei­ner Heim­kehr zu Dir, zu Dir, laß uns die Zeit […]

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