Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Geld

08. November 1942

Sonn­abend­abend, den 7. Novem­ber 1942 

Gelieb­tes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!

Dein Man­ner­li war heu­te in der Stadt. Zusam­men mit dem Kame­rad L.. Das hat­te den Vor­teil, daß ich gleich an die wich­tigs­ten Punk­te geführt wur­de: Schloß, Natio­nal­thea­ter, in einen schö­nen Park inmit­ten der Stadt, durch die Haupt­ge­schäfts­stra­ßen. Das hat­te aber den Nach­teil, daß das Man­ner­li nicht nach seinem […]

29. Oktober 1942

[421029–1‑1]

Mon­tag, Don­ners­tag, den 29. Okt. 1942

Gelieb­tes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]!

Vor­bei der Dienst. Er ließ sich heu­te so flau an und brach­te auf die letz­te Stun­de noch einen gan­zen Schwung Arbeit. Bin auf dem Heim­weg noch ein Rin­gel durch den Park gegan­gen. Ein grau­er, rau­er Herbst­tag ist heu­te – das hab ich erst am Abend gemerkt. […]

28. Oktober 1942

[421028–2‑1]

12.)

Mitt­woch, am 28. Okto­ber 1942.

Herz­al­ler­liebs­ter mein! Schät­ze­lein Du! Gelieb­ter [Roland]!

Aber nun kom­me ich doch ganz schnell zu Dir, mein Schät­ze­li. Bin doch so beschäf­tigt gewe­sen den gan­zen Tag und konn­te es doch gar­nicht erwar­ten, bis ich end­lich bei Dir sit­zen kann. Ach Du! Hast mich ja heu­te so, so froh […]

22. Oktober 1942

[421022–2‑1]

7.)

Don­ners­tag, am 22. Okto­ber 1942. Am Morgen.

Her­zens­schät­ze­lein! Du!! Mein herz­al­ler­liebs­ter [Roland]!

Ich kom­me heu­te gleich am frü­hen Mor­gen zu Dir, weil ich doch ges­tern gar­nicht dazu kam Dir zu schrei­ben, Her­ze­lein. Es ist gera­de um 900 [Uhr], eben brach­te die Post eine Kar­te vom Vater aus K., wor­auf er mir noch­mal ans Herz legt, uns­re […]

12. November 1941

[411112–2‑1] Mitt­woch, am 12. Novem­ber 1941. Her­zens­schät­ze­lein! Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Gelieb­ter Du!!! So wie abwech­selnd Don­ners­tag und Frei­tag Dein frei­er Tag ist, so ist Mitt­woch mein unfrei­er Tag. Aber ich kla­ge nicht dar­um; denn der Abend gehört ja noch mir! Und nun ist es Abend und ich set­ze mich zu Dir, mei­nem liebs­ten Gesell! Zu Dir, dem […]

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