Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Geheimschrift

20. März 1942

[420320–1‑1] Frei­tag, den 20. März 1942. Her­zens­schät­ze­lein! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]! Hol­de mein! Wenn mich die lie­be Groß­mutter heu­te mor­gen hät­te sehen kön­nen, sie hät­te gelacht und ihre hel­le Freu­de gehabt. Und mein Schät­ze­lein? [Ich] Weiß nicht – Schon [sic] ges­tern habe ich an unse­rem Öfchen her­um­ge­dok­tert, es rauch­te und rauch­te nur immer tol­ler, ganz uner­träg­lich. Heut […]

19. Februar 1942

[420219–2‑1] Don­ners­tag, am 19.II.1942. Her­zens­schät­ze­lein! Mein lie­ber, guter [Roland]! Nun bin ich wie­der soweit, daß ich mich zu Dir set­zen kann und mit Dir plau­dern. Wo magst Du denn um die­se Stun­de sein, was magst Du trei­ben? Nach­mit­tag ist [es], die Uhr zeigt auf ½ 3 [Uhr]. Mutsch sitzt mit ihrem Strick­zeug in Ofen­nä­he, sie […]

06. Januar 1942

[420106–1‑1] [Salo­ni­ki,] Diens­tag, den 6. Janu­ar 1942 Herz­lieb! Du! Mei­ne lie­be [Hil­de]! Mein Weib! Heu­te will ich mich doch mit Dei­nen lie­ben Boten von ges­tern befas­sen. Es sind die vom Sonn­abend, Sonn­tag und Mon­tag. Wenn ich nun, ver­wan­delt, mei­nem Schät­ze­lein begeg­net wäre, als es so ent­täuscht und rich­tig trau­rig von der Post ging zur Kir­che, da hät­te ich […]

17. August 1941

[410817–1‑2] Sonn­tag, den 17. August 1941 Mei­ne, lie­be, liebs­te [Hil­de]! Mein lie­bes, teu­res Weib! Nur noch weni­ge Stun­den sind am Tage, es geht auf 10 Uhr. Ich bin eben erst ein­ge­trie­ben [sic] mit Kame­rad K., Kame­rad H. war Schrei­ber vom Dienst. Auf einem Aus­flug waren wir heu­te. Für die Schrei­ber unten im Hafen war es so […]

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