Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Geheimnis

28. Juli 1938

[380728–1‑1] 26.7.38 B. am 28.7. Lie­bes Fräu­lein [Lau­be]! Die Post arbei­tet gut und zuver­läs­sig. Voll Sor­ge [u]nd Unge­duld war­te­te ich am Sonn­tag den Brief­trä­ger ab — er brach­te nichts. Über­le­gen Sie ein­mal: Mei­ne Absa­ge hät­te Sie nicht erreicht, Sie wären nach Gos­lar gefah­ren und hät­ten mich nicht ange­trof­fen, was hät­ten Sie getan? Wenn Ihr O.er […]

13. Juli 1938

[380713–1‑1] B. am 13.7.1938 Lie­bes Fräu­lein [Lau­be]! Sie haben lan­ge war­ten müs­sen. Erst heu­te, am drei­zehn­ten, kom­me ich zum Schrei­ben. Seit Sonn­tag nach­mit­tag [sic] bin ich zu Hau­se. Die letz­ten Tage ver­gan­ge­ner Woche war noch vie­ler­lei zu tun und abzu­schlie­ßen. Dazu las­te­te ein Druck auf mir eini­ge Tage. Schuld dar­an war Ihr Vor­schlag, der mir mit­sei­ner [sic] […]

26. Juni 1938

[380626–2‑1] 25.6.38 O., am 26. Juni 1938. Lie­ber Herr [Nord­hoff]! „Ahnun­gen trü­gen nicht”, so möch­te ich fast die­sen Brief begin­nen und es hat sich auch bewahr­hei­tet. Ich bezweif­le, ob ein ein­fa­cher Dank genügt, den ich Ihnen hier­durch sagen will für das, was Sie getan [haben]. Es ist beschä­mend für mich[,] wie ich Sie ein­schätz­te, daß […]

23. Juni 1938

[380623–1‑1] 21.6.38 L. am 23.6.1938 Lie­bes Fräu­lein [Lau­be]! Auch ich schied unzu­frie­den. Es war eine kur­ze, über­eil­te Begeg­nung. Ich war etwas abge­hetzt, und ich fand Sie ange­grif­fen und abge­spannt und unru­hig. Wir haben uns kaum ein herz­li­ches Wort gesagt. Es lohnt gar nicht, wei­ter dar­über zu schrei­ben und nach­zu­den­ken. Ich habe Ihre Abfahrt abge­war­tet und […]

13. Juni 1938

[380612–2‑1] 12.6.38. O., am 12. Juni 1938. am 13. Juni 1938. Lie­ber Herr [Nord­hoff]! Heu­te vorm Kirch­gang erhielt ich Ihre lie­ben Zei­len. Es war nicht gut für mich; denn die Auf­merk­sam­keit ließ sehr zu wün­schen übrig. Ich hät­te Ihnen ger­ne dies und jenes von der letz­ten Pre­digt uns[e]res Herrn Pfar­rer mit­ge­teilt. Plea­se fol­low and like us:

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