12. August 1941

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Diens­tag, den 12. August 1941

Mein lie­ber Her­zens­schatz! Gelieb­te, Du! Mei­ne [Hil­de]!!

Schon bin ich wie­der bei Dir! Wo wäre ich auch lie­ber? Ich suche Dich – Du suchst mich – wol­len wir auf­pas­sen, daß wir beim Suchen nicht mit unse­ren Köp­fen zusam­men­sto­ßen, Du! Was wird das für eine Freu­de geben, wenn zwei, die sich so lieb such­ten, ach, so lei­den­schaft­lich, wenn die sich fin­den! Du!!! Du!!!!! Wei­ter­le­sen!

04. Mai 1941*

 

Einmarsch in Athen
Deut­sche Pan­zer fah­ren am Hafen Thes­sa­lo­nikis vor­bei, 04.1941. Quel­le: Athens, Pho­to­gra­phic Archi­ves of the Arms Histo­ry Direc­to­ra­te. © Arms Histo­ry Direc­to­ra­te, Athens, über Hel­le­nic For­eign Poli­cy (1936–1944), 01.2017.

[410504–1-1* unvoll­stän­dig, viel­leicht eine Mischung meh­re­ren Brie­fen]

[Thes­sa­lo­ni­ki,] Sonn­abend, den 3. Mai 1941.

Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­lieb! Gelieb­te mein!!

Wochen­en­de – nun ein­mal zur Abwechs­lung in Grie­chen­land. Ach Herz­lieb! Das klingt so leicht­hin und ist doch viel inhalts­schwe­rer. Vor einer Woche gin­gen die Gedan­ken 8 Tage vor­aus voll Span­nung auf das Kom­men­de. Nun sind wir an Ort und Stel­le, und all­zu­leicht ver­gißt man, was dazwi­schen lag. Wei­ter­le­sen!

18. April 1941

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Frei­tag, den 18. April 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Gelieb­te! Herz­lieb mein!!!

Der gan­ze Schrift­ver­kehr hier bei uns ist streng geschie­den in einen gehei­men und einen offe­nen. So möch­te ich auch nun ver­fah­ren. Mei­ne Mut­ter weilt bei Euch. Ich erhielt heu­te einen Brief von Hau­se [sic]. Wenn man von uns[e]rer Mut­ter einen kriegt, dann weiß man über einen Zeit­ab­schnitt gut Bescheid. So berich­tet sie mir auch von S.s Beför­de­rung und von ihrer Absicht, am Diens­tag nach O. zu fah­ren. Ich freue  mich sehr dar­über. Sie schreibt: Da wer­den die 2 [Hil­des] (die 2 Stroh­wit­wen v.R. [sic]) im Jung­fern­stüb­chen schla­fen. Du!! Herz­lieb!!! Geh nur schnell und nimm allen lie­ben, ver­trau­ten Din­gen im „Jung­fern­stüb­chen” einen Eid ab, daß sie schweig­sam sind, nichts aus­plau­dern. Wei­ter­le­sen!

16. Dezember 1940

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Mon­tag, den 16. Dezem­ber 1940.

Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­al­ler­liebs­te! Mein [Hil­de]!

Kalt, huh kalt ist’s drau­ßen seit 2 Tagen, der Wind liegt steif auf uns[e]rer Bara­cke, wir kön­nen es kaum erhei­zen. Aber in mei­nem Her­zen, da ist’s so warm, da ist soviel Son­nen­schein. Dein lie­ber Bote, Du!, er hat mich so froh und glück­lich gemacht! Gelieb­te! Sei tau­send­mal bedankt, mein Herz! Glück­lich, so glück­lich ist Dein [Roland], weil Du [D]ich ihm so ganz ver­traust [sic], ihm alles anver­traust, ihm allein! Daß er der Ver­trau­te dei­nes Her­zens sein darf, daß er allein am tiefs­ten drin in Dei­nem Her­zen woh­nen darf! Wei­ter­le­sen!

10. November 1940

[401110–1-1]

Sonn­tag, den 10. Novem­ber 1940

Mein lie­bes teu­res Herz! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]! Du! Hol­de mein!

Fast ganz allein sit­ze ich in uns[e]rer war­men Stu­be. Es ist Sonn­tag­abend. Uns[e]re Bat­te­rie ist heu­te Wach­bat­te­rie. Dann befin­den sich fast alle Mann oben in den Bun­kern neben den Geschüt­zen, und die Stu­be ist leer. Wie­der ist ein Sonn­tag her­um­ge­gan­gen, ein Sonn­tag ohne Kirch­gang — und ein Sonn­tag ohne Dich! Du, Herz­lie­bes! Einen Kirch­gang neh­men wir uns vor, wenn Du hier bist! Wei­ter­le­sen!