Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Gefühle

23. Oktober 1942

[421023–2‑1]

8.)

Frei­tag, am 23. Okto­ber 1942.

Gelieb­tes, teu­res Herz! Mein lie­ber, guter [Roland], Du! Ach, Du! Du!! Komm setz Dich zu mir, gib mir Dei­ne lie­be Hand, lehn Dein Köpf­chen an mich, Herz­lieb! Ruh Dich aus – ach Du! Wer­de still, ganz still bei mir. Und schenk mir dadurch die Kraft, daß auch ich ganz stil­le bin und auf mich […]

01. März 1941

[410301–1‑2] Sonn­abend, den 1. März 1941 Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]! Bin doch ein rich­ti­ger Meis­ter. Das ers­te, was ich hier begin­ne, ist, daß ich wie­der schrei­be. Mal sehen, ob ich es noch kann. Alles schläft noch. 7 Uhr ist es, da ich mich her­ein­steh­le in die Bara­cken­welt. Alles schläft – oben […]

08. Februar 1941

[410208–1‑1] Sonn­abend, den 8. Febru­ar 1941. Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]! Mein lie­bes, teu­res Herz! Gelieb­te mein! Herz­lieb! Herz­lieb! Ganz lei­se heu­te Du!! Du!!! Ganz lei­se!! Gelieb­te! Sonst muß ich träu­men – süß – und das will ich nicht – ich will nicht träu­men – ich will bei Dir sein! Herz­lieb, Dei­ne über­strö­men­de Freu­de, sie will […]

27. Januar 1941

[410127–2‑1] Mon­tag, am 27. Janu­ar 1941. Herz­al­ler­liebs­ter!! Mei­ne lie­ber, lie­ber [Roland]!! Gelieb­ter Du!! Heu­te ist es wie­der grim­mig kalt drau­ßen, alles ist hart gefro­ren, auch die Fens­ter sind zu bis oben­hin. Aber – die lie­be Son­ne scheint, Du! So hell! Und so blau ist der Him­mel! Wun­der­schön ists [sic: ist es] drau­ßen. Wenn ich jeman­den […]

07. Oktober 1940

[401007–2‑1] Mon­tag, am 7. Okto­ber in K., 1940. Herz­al­ler­liebs­ter! Du mein gelieb­ter [Roland]! Es ist vor­bei, das Gefühl des Ver­las­sen­seins, Du! Was war das ges­tern? Es hat­te mich wie­der ein­mal über­mannt. Schuld dar­an trug viel­leicht mei­ne gegen­wär­ti­ge Umge­bung; die schwer­mü­ti­ge, süße Musik; die Unter­hal­tung der ande­ren, und ich mit­ten drin und doch so ver­las­sen, so […]

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