Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Geduld

14. Dezember 1941

[411214–2‑1] Sonn­tag, 3. Advent _14. Dezem­ber 1941. Her­zens­schät­ze­lein! Mein lie­ber, guter [Roland]! Her­ze­lein! Oh Du! Heu­te Nacht bist Du zu mir gekom­men, im Traum! War das doch son­der­bar, Du! Es dun­kel­te schon drau­ßen, ich wohn­te wie­der in uns[e]rer alten Woh­nung S.straße 10. Ich stand am Fens­ter in der Küche, von da aus ich die Kreu­zung […]

13. August 1941

[410813–1‑1] Mitt­woch, den 13. August 41 Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­lieb! Gelieb­te mein!!! Freu­de ist in unse­ren Her­zen, Gelieb­te, gro­ße Freu­de!!! Kaum, daß unser Herz sie all[‘] noch fas­sen kann. Freu­de aus Lie­be, aus gro­ßer tie­fer Lie­be! Die leuch­tet und strahlt aus Dei­nem lie­ben Boten, der heu­te zu mir gekom­men ist – Du liebst mich […]

31. Juli 1941

[410731–1‑1] Don­ners­tag, den 31. Juli [19]41 Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]! Herz­lieb! Gelieb­te!!! Dein lie­ber Bote vom Frei­tag ist ein­ge­kehrt – und mit ihm die Hei­mat, die Hei­mat!! Oh! So lieb und warm und traut umfängt sie mich!!! Oh Gelieb­te! Daß ich alles um mich her ver­ges­se – daß ich ganz gebannt und gefan­gen bin – […]

23. Juli 1941

[410723–2‑1] Mitt­woch, am 23. Juli 1941. Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Du mein aller­liebs­ter [Roland]! Herz­lieb mein!! Ich habe auf den Brief­trä­ger gewar­tet heu­te – er ist vor­bei­ge­gan­gen – auch vor­hin, am Nach­mit­tag ist er vor­bei­ge­gan­gen. Und ich erwar­te doch sooo sehn­süch­tig ein nähe­res Wort über den Urlaub! So muß ich mich denn bis mor­gen gedul­den! […]

31. Mai 1941

[410531–2‑1] Pfingst­sonn­abend, am 31. Mai 1941. Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Du mein lie­ber, guter [Roland]! Glo­cken­klang dringt von drau­ßen her­ein in’s Zim­mer, es ist gleich 7 Uhr abends. Sie läu­ten das Pfingst­fest ein! So schön ist das immer und so sin­nig – ach Herz­lieb! Könn­test Du nun heu­te, wie es frü­her war, an mei­ner Sei­te […]

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