Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Gedichte

23. November 1941

[411123–1‑1] Sonn­tag, den 23. Nov. 1941 Mein lie­bes, teu­res Weib! Her­ze­lein! Gelieb­te!!! Erst muß ich Dir ein­mal ganz lieb, viel­lieb [sic] dan­ken für Dei­nen Bericht und lie­ben Boten vom Diens­tag. Er ist heu­te schon bei mir, ich habe gar nicht unge­dul­dig war­ten müs­sen, und nun weiß ich doch wie­der, wie es Dir geht, weiß Dich und […]

09. Dezember 1940

[401209–1‑1] Mon­tag, den 9. Dezem­ber 1940 Herz­al­ler­liebs­te! Mei­ne lie­be [Hil­de] Du! Hol­de mein! Du, ganz regel­mä­ßig kommt Dein lie­ber Bote jetzt! Ich freue mich so dar­über und bin Dir so dank­bar! Du!! Ein klein wenig benei­de ich Dich um Dei­ne unge­stör­te Ruhe. Bei mir fehlt und Ruhe und manch­mal sogar die Zeit. Heu­te wird sie schon wieder […]

09. November 1940

[401109–1‑1] Sonn­abend am 9. Novem­ber 1940 Mein lie­bes, teu­res Herz! Gelieb­te! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]! Hol­de! Es gibt nur weni­ge Din­ge in die­ser Welt, die wich­tig und ent­schei­dend sind, um die sich lohnt die Hän­de zu rüh­ren, um die essich lohnt [^]sich zu erei­fern und zu reden, nur weni­ge. Nur weni­gen Men­schen ist es ver­gönnt, die­se entscheidenden […]

09. Februar 1940

S. am 9. Febru­ar 1940. Herz­al­ler­liebs­te, mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]! [400209–1‑1]Dei­ne Freun­din. Ein­mal hab ich Dich gefragt, ob Du mir (ein­mal) etwas über dei­ne Freun­din schrei­ben wol­lest. Heu­te kann ich es sagen, es geschah mit Vor­be­dacht. Ich woll­te dei­ne Urteils­fä­hig­keit auf die Pro­be stel­len und woll­te sehen, nach wel­chen Wert­maß­stä­ben Du den Dir nahe­ste­hen­den Menschen […]

08. März 1939

[390308–1‑1] L. am 8. März 1939. Mei­ne lie­be [Hil­de]! Pünkt­lich erhielt ich heu­te Dei­nen Brief. Vie­len Dank Dei­nen Plan. Ich neh­me ihn an. Den kom­men­den Sonn­tag hal­te ich mir frei. Ganz ohne Gewalt geht das meis­tens nicht. Fast jede uns[e]rer Begeg­nun­gen hat etwas Zwin­gen­des, will sagen, sie konn­te nur eben an die­sem und kei­nem ande­ren Tage sein. […]

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