30. März 1942

[420330–1‑1] Mon­tag, den 30. März 1942 Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­te! Mein lie­bes treu­es Weib! Dein lie­ber Diens­tag­bo­te ist zu mir gekom­men. Ein wenig erschro­cken bin ich, ein wenig ist mir das Blut in die Wan­gen getre­ten – und nun über­le­ge ich mir schon den gan­zen Nach­mit­tag, wie ich denn habe so schwer­mü­tig und betrübt sein kön­nen, und mit welchen […]

27. Februar 1942

[420227–1‑1] Frei­tag, den 27. Febru­ar 1942. Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­tes Weib! Du mei­ne [Hil­de]! Mor­gens zwi­schen drein und vie­ren [sic] – ich glaub[‘], so hebt ein [Volks]Lied [von Bet­ti­na von Armin, 1805] an, und wenn nicht, eben mein Brief. Ich war ganz von sel­ber mun­ter zu mei­ner Wache von drei bis sie­ben Uhr. [Ich] War eben aus Träumen […]

10. Januar 1942

[420110–1‑1] Sonn­abend, den 10.Januar 1942 Herz­al­ler­liebs­te! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]. Du! Mein! Mein!!! Sonn­abend ist. Um 5 Uhr haben wir Lis­ten, Akten und Schrän­ke zuge­klappt – Fei­er­abend. Am Sonn­abend ist die­ser Fei­er­abend doch um ein paar Grad freund­li­cher, ein­mal ein wenig frü­her und dann mit der Aus­sicht auf ein paar Stun­den Frei­zeit mehr.

27. Oktober 1941

[411027–2‑1] Mon­tag, am 27. Okto­ber 1941. Gelieb­tes Schät­ze­lein! Mein herz­al­ler­liebs­ter [Roland]! Du!! Du!! Jetzt muß ich doch gleich erst mal zu Dir kom­men mit mei­ner Freu­de! Du!! Ich bin wie­der allein! Die Ben­gel sind nach Hau­se! Es kam nicht ganz so wie ich Dir’s ges­tern schrieb. Heu­te früh rief es an, ich möch­te die Buben bis […]

21. Oktober 1941

[411021–1‑1] [Salo­ni­ki] Diens­tag, den 21. Okto­ber 1941 Herz­al­ler­liebs­tes Schät­ze­lein! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]! Okto­ber? Drau­ßen ist es wie Mai so schön und warm. Ges­tern pflüg­te ein Sturm die See, heu­te ist sie von einem Süd­wind nur leicht gekräu­selt. Schaust wohl auch nach dem Abend­stern am Nacht­him­mel? Er steht jetzt genau über dem Olymp. Aber den gibt […]

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