Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Gedicht

13. Mai 1942

[420513–1‑1] [Salo­ni­ki] Mitt­woch, den 13.Mai 1942 Gelieb­te! Her­zens­schät­ze­lein! Mei­ne lie­be, liebs­te Hil­de! Du hast mich doch heu­te wie­der so reich beglückt, mir soviel Lie­be und Son­nen­schein gebracht mit dei­nem viel­lie­ben Boten am Don­ners­tag. Oh Her­ze­lein! Weißt du, was sie mir hier bedeu­ten in der Fer­ne? allen Lebens Freu­de und Son­nen­schein! Oh Her­ze­lein! Aus allen Zei­chen […]

27. Februar 1942

[420227–1‑1] Frei­tag, den 27. Febru­ar 1942. Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­tes Weib! Du mei­ne [Hil­de]! Mor­gens zwi­schen drein und vie­ren [sic] – ich glaub[‘], so hebt ein [Volks]Lied [von Bet­ti­na von Armin, 1805] an, und wenn nicht, eben mein Brief. Ich war ganz von sel­ber mun­ter zu mei­ner Wache von drei bis sie­ben Uhr. [Ich] War eben aus […]

27. Oktober 1941

[411027–2‑1] Mon­tag, am 27. Okto­ber 1941. Gelieb­tes Schät­ze­lein! Mein herz­al­ler­liebs­ter [Roland]! Du!! Du!! Jetzt muß ich doch gleich erst mal zu Dir kom­men mit mei­ner Freu­de! Du!! Ich bin wie­der allein! Die Ben­gel sind nach Hau­se! Es kam nicht ganz so wie ich Dir’s ges­tern schrieb. Heu­te früh rief es an, ich möch­te die Buben […]

21. Oktober 1941

[411021–1‑1] [Salo­ni­ki] Diens­tag, den 21. Okto­ber 1941 Herz­al­ler­liebs­tes Schät­ze­lein! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]! Okto­ber? Drau­ßen ist es wie Mai so schön und warm. Ges­tern pflüg­te ein Sturm die See, heu­te ist sie von einem Süd­wind nur leicht gekräu­selt. Schaust wohl auch nach dem Abend­stern am Nacht­him­mel? Er steht jetzt genau über dem Olymp. Aber den […]

02. October 1941

[411002–1‑3] Don­ners­tag, den 2. Okto­ber 1941 Herz­lieb! Her­zens­schät­ze­lein! Zwei lie­be Boten sind gekom­men! Hab[‘] Dank! Hab[‘] viel­lie­ben Dank, Du!! Ich komm[‘] Dir nur einen ganz kur­zen Gruß jetzt sen­den – heu­te abend will ich Dir län­ger schrei­ben. Uns[e]re Bude ist ent­wanzt, und nun müs­sen wir fein schnell noch rei­ne und alles wohn­lich machen. Ein ganz […]

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