Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Geburt

08. November 1942

Sonn­tag, den 8. Nov. 1942

Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­te! Mei­ne lie­be [Hil­de]!

So – jetzt sind wir allein – Du, so wie frü­her manch­mal zum Däm­mer­stünd­chen, wenn die Eltern in lie­bem, fei­nem Ver­ständ­nis uns allein lie­ßen – ach, meist es war es die Abschieds­stun­de auch! Ach Du! Wie wer­den wir dank­bar auf­at­men, wenn wir nicht mehr an den Abschied den­ken müs­sen. Aber ich komm doch ganz froh zu Dir. Es regnet […]

08. November 1942

21.) Sonn­tag, am 8. Novem­ber 1942.

Her­zens­schät­ze­lein! Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Mein [Roland]! Du!

Die Sonn­tags­nach­mit­tag­stil­le umfängt mich, es ist 3 Uhr vor­bei und ich kom­me nun zuerst zu Dir, mein liebs­tes Herz. Mutsch näht auf der Maschi­ne, sie bes­sert Wäsche aus und Vater schläft auf dem Sofa. Sag­te ich Dir schon, daß ich umge­räumt habe? Das Sofa steht jetzt […]

03. November 1942

17.)

Diens­tag, am 3. Novem­ber 1942. 

Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­tes, teu­res Herz! Mein liebs­ter [Roland]!

Es reg­net heu­te. Ziem­lich kalt ists drau­ßen und es hat den Anschein, als ob es bald mal Schnee gibt. Vori­ges Jahr um die­se Zeit war schon alles in Weiß gehüllt. Ich war heu­te auf dem Wochen­markt. Tan­te K. hat­te 2 Kür­bis­se und 5 ℔ Sel­le­ri [sic] zur […]

04. Mai 1941*

  [410504–1‑1* unvoll­stän­dig, viel­leicht eine Mischung meh­re­ren Brie­fen]  [Thes­sa­lo­ni­ki,] Sonn­abend, den 3. Mai 1941. Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­lieb! Gelieb­te mein!! Wochen­en­de – nun ein­mal zur Abwechs­lung in Grie­chen­land. Ach Herz­lieb! Das klingt so leicht­hin und ist doch viel inhalts­schwe­rer. Vor einer Woche gin­gen die Gedan­ken 8 Tage vor­aus voll Span­nung auf das Kom­men­de. Nun sind wir […]

01. Mai 1941

[410501–1‑1] [Thes­sa­lo­ni­ki,] Don­ners­tag, den 1. Mai 1941 Mein lie­bes, teu­res Herz! Gelieb­te, Hol­de mein!! Mei­ne [Hil­de]!!! 1. Mai ist tat­säch­lich heu­te. Hier blü­hen die Rosen, som­mer­li­che Hit­ze herrscht über­all, und man kann rich­tig aus dem Kalen­der gera­ten. Wir haben wie­der viel Arbeit mit dem Abla­den und Ein­räu­men und Rein­ma­chen – ich habe mich eben mal bissel […]

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