Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Geburt

04. Mai 1941*

  [410504–1‑1* unvoll­stän­dig, viel­leicht eine Mischung meh­re­ren Brie­fen] [Thes­sa­lo­ni­ki,] Sonn­abend, den 3. Mai 1941. Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­lieb! Gelieb­te mein!! Wochen­en­de – nun ein­mal zur Abwechs­lung in Grie­chen­land. Ach Herz­lieb! Das klingt so leicht­hin und ist doch viel inhalts­schwe­rer. Vor einer Woche gin­gen die Gedan­ken 8 Tage vor­aus voll Span­nung auf das Kom­men­de. Nun […]

01. Mai 1941

[410501–1‑1] [Thes­sa­lo­ni­ki,] Don­ners­tag, den 1. Mai 1941 Mein lie­bes, teu­res Herz! Gelieb­te, Hol­de mein!! Mei­ne [Hil­de]!!! 1. Mai ist tat­säch­lich heu­te. Hier blü­hen die Rosen, som­mer­li­che Hit­ze herrscht über­all, und man kann rich­tig aus dem Kalen­der gera­ten. Wir haben wie­der viel Arbeit mit dem Abla­den und Ein­räu­men und Rein­ma­chen – ich habe mich eben mal […]

05. Februar 1941

[410205–2‑1] Mitt­woch, am 5. Febru­ar 1941. Herz­al­ler­liebs­ter!! Gelieb­ter!! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]!!! Nun bin ich end­lich wie­der daheim. Müde, hung­rig, erfro­ren. Ach – es war rich­tig ein ver­lo­re­ner Tag heu­te, bis auf die Freu­de, die wir Tan­te M. machen konn­ten mit unse­rem Besuch. Plea­se fol­low and like us:

18. Dezember 1940

[401218–1‑1] Mitt­woch, den 18. Dezem­ber 1940. Herz­al­ler­liebs­te! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]! Hol­de mein! Gelieb­te! Die gro­ße Freu­de erfüllt mich noch ganz. So wie Dir ist’s fried­lich in mir gewor­den. Wie ein Druck ist es von mir gewi­chen. Ich habe ihn wie­der und wie­der lesen müs­sen, Dei­nen Glücks­bo­ten, Du! Es ist doch wie ein Wun­der! Und […]

10. Dezember 1940

[401210–1‑1] Diens­tag, den 10. Dezem­ber 40. Mein lie­bes, teu­res Herz! Gelieb­te! Mei­ne lie­be [Hil­de]! Wel­cher Sol­dat kriegt wohl die schöns­ten und treu­es­ten Brie­fe? Ach Gelieb­te! Soll ich Dich loben? Es gin­ge ja doch dane­ben, und ich mag es nicht?. Soll ich Dir sagen, wie glück­lich ich bin und wie ich Dich lie­be und noch viel […]

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