24. August 1941

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Sonn­tag, den 24. August 41

Mein lie­bes, teu­res Herz! Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­te!

Wo bist Du denn eben jetzt? Herz­lieb? Komm zu mir! Setz Dich lieb neben mich, ganz nahe – noch ein bis­sel näher – ach gleich auf mei­nen Schoß, Her­ze­lein! Ich möch­te Dir ganz lieb etwas sagen. Wirst [Du] mir fein zuhö­ren? Das Man­ner­li wird erst am Diens­tag bei Dir sein. Ach Du! Sei nicht bös[‘] jetzt – oder sei es und grol­le mir – Dein Man­ner­li ist ja schon auf dem Weg zu Dir in die­sem Augen­blick. Und mor­gen, Sonn­tag, wo es bei Dir ein­keh­ren woll­te, da ist es Dir schon so viel näher. Und noch ein­mal schla­fen, Mon­tag, da soll doch schon das Tele­gramm kom­men – und dann dau­ert es gar nim­mer lan­ge. 48 Stun­den nur mehr Geduld, Herz­lieb – das Man­ner­li auch! Und war­um? Wei­ter­le­sen!

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11. Juli 1941

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Frei­tag, den 11. Juli 1941.

Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­lieb! Gelieb­te mein!

Mein Herz­lieb ist doch auf der Rei­se ganz mit dem Kalen­der durch­ein­an­der­ge­kom­men, ich mei­ne jetzt mit dem Zet­tel­ka­len­der. Dein lie­bes Geden­ken von der Sta­ti­on der Heim­rei­se erreich­te mich heu­te, datiert vom 5.6.41 (!) der Post­stem­pel aber lau­tet vom 4.7.41. Ist mei­nem Wei­berl eine 1 ver­rutscht. Nun ist es gewiss längst zu Hau­se, ganz schnell ist es gefah­ren, Du! Mein Herz­lieb! Mein ein­zi­ges! Flieht nach Hau­se! Flieht zum Man­ner­li! Du! Du!! Gelieb­te! Komm zu mir! Birg Dein lie­bes Köpf­chen an mei­nem Her­zen! Mein Reh­lein! Mein Herz­blü­me­lein! Hier bist Du daheim! Hier bist du gebor­gen! Du!! Du!!!!! Wei­ter­le­sen!

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