Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Gebet

27. Oktober 1942

[421027–2‑2]

Diens­tag­abend am 27. 10. 1942.

Gelieb­ter!

Ich bin wie­der zuhau­se. Die Uhr zeigt ½ 1100 [Uhr] vor­bei. Alles ist still. Sie schla­fen. Nur eine Flie­ge summt noch um den war­men Ofen. Ich sit­ze beim Schein uns­rer Lese­lam­pe, Du! Ich hat­te doch schon begon­nen, mich aus­zu­zie­hen fürs Bett­lein, als ich mein Nacht­hemd über­zog, […]

04. Januar 1942

[420104–1‑1] [Salo­ni­ki] Sonn­tag, d.[en] 4. Janu­ar 1942 Herz­al­ler­liebs­te mein! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]! Schät­ze­lein, gelieb­tes! Voll Fra­gen und Span­nung und Erwar­tung ist doch Dein Man­ner­li – ganz voll, daß es ihm bei­na­he das Herz­lein beklem­men will: ob ich denn zu Dir kom­men darf? Zu Dir? Ob es denn über kur­zem schon wahr wer­den soll, daß […]

31. Dezember 1941

[411231–1‑1] [Salo­ni­ki,] Syl­ves­ter 1941 Herz­al­ler­liebs­te mein! Mein lie­bes, teu­res Weib! Mei­ne [Hil­de]! Nur noch weni­ge Stun­den sind im alten Jah­re! Gelieb­te! Es drängt mich zu Dir! An Dei­ner Sei­te zu ste­hen, an Dei­ner Sei­te gehen. Her­ze­lein, ganz dicht an Dei­ner Sei­te, fest Hand in Hand, ein Herz und Sinn mit Dir, den Blick gläu­big und […]

Nach oben scrollen