08. März 1939

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L. am 8. März 1939.

Mei­ne lie­be [Hil­de]!

Pünkt­lich erhielt ich heu­te Dei­nen Brief. Vie­len Dank Dei­nen Plan. Ich neh­me ihn an. Den kom­men­den Sonn­tag hal­te ich mir frei. Ganz ohne Gewalt geht das meis­tens nicht. Fast jede uns[e]rer Begeg­nun­gen hat etwas Zwin­gen­des, will sagen, sie konn­te nur eben an die­sem und kei­nem ande­ren Tage sein. Wei­ter­le­sen

02. Oktober 1938

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O., am 2. Okto­ber 1938.

Lie­ber Herr [Nord­hoff]!

Ein hei­ßer Schreck durch­fuhr mich heu­te in der Kir­che. Ich glaub­te[,] Sie unter der Gemein­de sit­zen zu sehen. Im sel­ben Moment als ich Sie ent­deckt glaub­te, wur­de es näm­lich neben mir laut: „Seht an, da ist Herr [Nord­hoff]!” Dann aber wen­de­te sich der Herr ein­mal um und wir sahen den Irr­tum. Wei­ter­le­sen!