22. März 1941

T&Savatar[410322–1‑1]

Sonn­abend, den 22. März 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­al­ler­liebs­te! Mei­ne lie­be [Hil­de]!

[ [sie­he Abbil­dung] Der letz­te Maschi­nen­wech­sel und län­ge­re Auf­ent­halt vor unse­rem ers­ten Ziel. Wir sind 150 km vor S.[sic] Ein herr­li­cher Tag ist drau­ßen heu­te, frisch aber mit Früh­lings­ah­nen geht die Luft. Wo wir eben jetzt fah­ren ist es etwa so grün wie bei Euch zu Hau­se. Freund­lich und gut bebaut das Land, gar nicht fremd anmu­tend – vie­le Schaf­her­den mit Hun­den dar­um und einem Esel meist, auf dem der Schä­fer heim­wärts rei­tet. Wei­ter­le­sen!

Plea­se fol­low and like us:
error

21. März 1941

T&Savatar[410321–2‑1]

Frei­tag, am 21. März 1941.

Mein gelieb­tes Herz! Du mein lie­ber, guter [Roland]!!

Früh­lings­an­fang ist! Du!! Nun bricht sie an, die schöns­te Zeit im Jah­re, voll Blü­hen und Wer­den. Und wir dür­fen den deut­schen Früh­ling nicht mit­ein­an­der erle­ben – das ist trau­rig – aber, Herz­lieb! Es wird ja jedes Jahr Früh­ling!! Und müs­sen wir ihn dies­mal getrennt erle­ben, so im nächs­ten Jah­re ganz gewiß mit­ein­an­der! Du!! Und so Gott will[,] ist es dann ein Frie­dens­früh­ling! Herz­lieb!! Du!! Wir wol­len nur den lie­ben Herr­gott recht innig dar­um bit­ten, daß wir bei­de die­sen ersehn­ten Früh­ling im Frie­den fei­ern dür­fen. Du froh und gesund an mei­ner Sei­te! Ach Gelieb­ter!! Wie vol­ler Glück, wie vol­ler Jubel wird dann mein Herz sein! Du!! Wei­ter­le­sen!

Plea­se fol­low and like us:
error

26. April 1940

AHW Postamt N22 Gohlis Leipzig 1926
Post­amt N22 in der Fried­rich-Karl-Stra­ße 12 (heu­te Sas­stra­ße) in Leip­zig-Goh­lis, 1926, gemein­frei über Wiki­me­dia Com­mons, 04.2015.
[400426–1‑1]

S. am 26. April 1940

Herz­al­ler­liebs­te, Du mei­ne lie­be [Hil­de]!

Ohne jede Ver­ab­re­dung haben sich uns[e]re Boten gekreuzt. Ich habe [^]mich so gefreut dar­über und über alles, was Du mir schreibst, Liebs­te! Am meis­ten aber doch dar­über, daß Du mich bit­test, wie­der­zu­kom­men, Herz­al­ler­liebs­te, zu Dir! Weißt Du, wie gern ich kom­me? Du! Und nun erst recht, da es Früh­ling ist, rich­ti­ger Früh­ling, Du! Früh­lings­zeit, die Zeit (Zeit) der Lie­ben­den, unse­re Zeit! Du weißt, manch­mal kam ich mir schon so alt vor, wenn ich die neue Zeit nicht ver­ste­he und die Hohl­heit ihrer Erschei­nun­gen. Aber wenn ich bei Dir sein kann, Herz­lieb, dann kann ich so froh und glück­lich sein wie die Kin­der. Liebs­te Du, wenn ich so jung blei­be wie mein Vater, brauchst Du nicht zu fürch­ten, daß ich Dir ein­mal zu alt wer­de. Viel wär­mer bin ich ja schon als Du, Fisch­blut, Nix­chen! Dei­ne Son­ne will ich sein, Dein Son­nen­strahl, Du! Wei­ter­le­sen!

Plea­se fol­low and like us:
error

15. April 1940

Kongebjorka
König Haa­kon VII und Kron­prinz Olav suchen in der Gegend von Mol­de Schutz vor einem deut­schen Bom­ben­an­griff in der Stadt, 04.1940, über Wiki­me­dia Com­mons, 04.2015
[400415–2‑1]

O., am 14. April 1940.

Herz­al­ler­liebs­ter! Mein lie­ber, lie­ber [Roland] Du!

Heu­te bist Du nun in vol­ler Lebens­gröβe zu mir gekom­men. Ich hab[‘] mich ja so gefreut, Du! Aber so viel Sehn­sucht hab[‘] ich nach Dir, Du bist mir ganz nahe und doch ist es nicht der ech­te [Roland]. Klein bist Du, kann Dich mit einer Hand umfas­sen, und so glatt und kalt ist es an mei­ner Wan­ge, wenn ich Dich mal drü­cke! Aber ich bin ja schon so froh und zufrie­den, weil ich Dich nur sehen kann, so wie ich Dich ger­ne sehe, Du! In 6 Tagen, so Gott will, Liebs­ter Du! Wei­ter­le­sen!

Plea­se fol­low and like us:
error