29. März 1942

[420329–1‑1a]

[Salo­ni­ki] Sonn­tag, den 29. März 1942

Herz­al­ler­liebs­te mein! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]!

Sonn­tag­abend. Ich bin allein. Die Kame­ra­den gin­gen zur Front­büh­ne. Kame­rad H. hat­te Sonn­tags­dienst – Kame­rad K. war mit mir zusam­men am heu­ti­gen Nach­mit­tag. Ich ver­spür­te kei­ne Lust zum Varie­té. Zum einen bin ich müde, es feh­len mir ein paar Stun­den Schlaf – und ich habe noch nicht Zwie­spra­che mit Dir gehal­ten – das nimmt mir doch die Ruhe und Lust zu allem ande­ren.

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21. Mai 1941

[410521–2‑1]

Mitt­woch, am 21. Mai 1941.

Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]!

Du!! Dein lie­ber Bote vom Don­ners­tag, dem 15.V. ist schon bei mir! Die ande­ren ste­hen noch aus, auch Dein Mitt­woch­brief. Son­der­bar, wie unre­gel­mä­ßig die Post abgeht, gar­nicht [sic] der Rei­he nach? Und nur 5 Tage hat er gebraucht, bis her zu mir kam! Der Post­ver­kehr spielt sich also doch immer bes­ser ein. Wei­ter­le­sen!

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20. Mai 1941

German paratroopers jumping From Ju 52s over Crete
Luft­lan­dung deut­scher Fall­schirm­jä­ger auf Kre­ta. Mit der Schlacht um die grie­chi­sche Insel am 20.–31. Mai 1941 ende­te die Erobe­rung Grie­chen­lands. Foto­graf unbe­kannt, from the collec­tions of the Impe­ri­al War Muse­um collec­tion 4700–33, Bild­num­mer E 3265E , gemein­frei über Wiki­pe­dia, 05.2016.
[410520–2‑1]

Diens­tag, am 20. Mai 1941.

Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]!

Herz­lieb Du!! Heu­te ist ein Fei­er­tag! Du!!

Ich schrei­be Dir heu­te mei­nen 200. Brief.

Das heißt, seit Du Sol­dat bist! In Wirk­lich­keit habe ich Dir schon viel mehr geschrie­ben. Ach ja, Du! Ich könn­te mich freu­en dar­um, über die­se gro­ße Zahl. Aber ich kann‘s nicht, viel lie­ber wäre mir ja, Du wärst bei mir und ich könn­te Dir alles sagen, Herz­lieb! Du!! Ob ich wohl die 300 auch noch voll­ma­che? Wei­ter­le­sen!

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30. April 1941

T&Savatarsm[410430–2‑1]

Mitt­woch, am 30. April 1941.

Gelieb­ter!! Du!! Mein herz­lie­ber [Roland]! Mein Man­ner­li, lie­bes!

Du!! Ach Du!! Die lie­be Son­ne strahlt mit mir um die Wet­te! Ich bin sooooo glück­lich! Mein [Roland]! Du!! Du!!! Jetzt müßt’ ich Dich gleich ein­mal bei mir haben, um Dir all mein Glück zu zei­gen!! Ach, mein Herz­lieb! Wie mögen nur mei­ne Augen gestrahlt haben, als ich Dich so unver­mu­tet vor mir sah! Dich!! Gelieb­ter!! Dich!! Wie so lieb schaust [Du] auf dem Bil­de! Oh Du!! Du!!! Wei­ter­le­sen!

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16. April 1941

T&Savatar[410416–2‑1]

Mitt­woch, am 16. April 1941.

Mein gelieb­tes Herz! Du mein lie­ber, guter [Roland]! Herz­lieb mein!!

Gelieb­ter! 3 lie­be Boten bekam ich heu­te von Dir! Ich bin ja soo [sic] glück­lich und voll Freu­de dar­um, Du! Ich dan­ke Dir recht lieb!! Und auch ein Bild von mei­nem Herz­lieb ist dabei! Es gefällt mir ja ganz sehr, Du! Möch­te am liebs­ten zu Dir hin­tre­ten wie Du so in der Ecke sitzt, ganz ver­sun­ken, schrei­bend, und Dein Köpf­chen hoch­he­ben, und einen ganz, ganz lie­ben Kuß Dir schen­ken! Ich muß Dich ganz sehr lieb­ha­ben, so wie ich Dich auf die­sem Bil­de sehe! Ach, wenn ich nur erst all die Nega­ti­ve da hät­te! Ich freue mich dar­auf, mei­nen Hubo in alle mög­li­chen Stel­lun­gen zu sehen! Wei­ter­le­sen!

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