26. Februar 1942

[420226–1‑1]

[Salo­ni­ki] Don­ners­tag, den 26. Febr. 1942

Herz­al­ler­liebs­tes Schät­ze­lein! Gelieb­te Mein!

Ges­tern hat es Bla­sen gereg­net – und dar­um hat es heu­te wie­der gereg­net. Eine war­me Süd­strö­mung bringt den Regen, der das Grün mäch­tig her­vor­lockt. Und schon gibt es wie­der Hoch­was­ser und unpas­sier­ba­re Brü­cken – Zug­ver­spä­tung und kei­ne Post. Das sind so ursäch­li­che Zusam­men­hän­ge auf dem Bal­kan, pri­mi­tiv und hand­greif­lich.

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23. Februar 1942

[420223–1‑1]

[Salo­ni­ki] Mon­tag, den 23. Febru­ar 1942

Herz­al­ler­liebs­tes Schät­ze­lein! Mein lie­bes, teu­res Weib!

Wenn ich jetzt schrei­be, schläfst Du ganz gewiß schon. Von 11 Uhr bis 3 Uhr muß Dein Man­ner­li heu­te die Gucken [: Augen] offen hal­ten – ‚Läu­fer’ in unse­rem Quar­tier. Wir sind zu wenig Sol­da­ten jetzt, sodaß auch die Funk­tio­nä­re zum Läu­fer­dienst her­an­ge­zo­gen wer­den müs­sen. Etwa aller [sic] 5 Tage muß ich die­sen Dienst [ein]mal mit ver­se­hen.

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22. Februar 1942

[420222–1‑1]

[Salo­ni­ki] Sonn­tag, den 22.Febr.1942

Her­zens­schät­ze­lein! Mei­ne lie­be, liebs­te H[ilde]!

Vor vier­zehn Tagen um die­se Stun­de – […] Uhr [abends] – da ruck­te der Zug an, der mich Dir ent­führ­te, Gelieb­te, da begann die Unru­he der Rei­se, die nun end­lich sich wie­der gelegt hat. Ach Her­ze­lein! Was stürmt und drängt alles zum Her­zen in der Stun­de des Abschieds!

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17. Januar 1942

[420117–2‑1]

Sonn­abend, am 17. Janu­ar 1942.

Mein gelieb­tes teu­res Her­ze­lein! Herz­al­ler­liebs­ter mein!

Nun kann ich mich zu Dir set­zen und Fei­er­tag hal­ten. Die Uhr zeigt ½ 2 [Uhr], die Mut­ter und der Vater sind im Kel­ler, um Kar­tof­feln aus­zu­le­sen – wir haben heu­er viel schlech­te [Kar­tof­feln]. Ich bin eben fer­tig mit auf­wa­schen und auf­räu­men. Nun brau­chen wir heu­te nur noch zu baden, dann kann es Sonn­tag wer­den!

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06. Januar 1942

[420106–1‑1]

[Salo­ni­ki,] Diens­tag, den 6. Janu­ar 1942

Herz­lieb! Du! Mei­ne lie­be [Hil­de]! Mein Weib!

Heu­te will ich mich doch mit Dei­nen lie­ben Boten von ges­tern befas­sen. Es sind die vom Sonn­abend, Sonn­tag und Mon­tag. Wenn ich nun, ver­wan­delt, mei­nem Schät­ze­lein begeg­net wäre, als es so ent­täuscht und rich­tig trau­rig von der Post ging zur Kir­che, da hät­te ich doch den­ken kön­nen, es grollt  mir, es schmollt mit sei­nem Liebs­ten, es ist ihm böse. Wei­ter­le­sen!

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