23. Juni 1942

[420623–2‑1]

K., am 23. Juni 1942

Herz­al­ler­liebs­ter! Mein gelieb­tes, treu­es Herz! Mein liebs­ter [Roland!]

Nun ist schon Diens­tag und heu­te kann aber kom­men was will, ich schrei­be Dir, Du mein lie­bes Her­ze­lein! Pracht­vol­les Wet­ter ist, seit ich hier bin, dar­an habe ich mei­ne Freu­de; denn ich kann doch fau­len­zen Herz­lieb! Ein­mal die Son­ne genie­ßen von früh bis abends! Ja, den­ke Dir nur, da bin ich doch schon neben­an bei S.s in der Ern­te­hil­fe tätig. Sieg­fried auch mit. Heu­ern­te ist’s! Wei­ter­le­sen!

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21. Mai 1942

[420521–2‑2]

Don­ners­tag, am 21. Mai 1942.

Mein gelieb­tes Her­zens­schät­ze­lein! Mein Gold­her­ze­lein!

Eben habe ich an die Eltern und an Sieg­fried zugleich geschrie­ben und ihm eine fro­he Heim­kehr gewünscht. Nein, so ein freu­di­ge Über­ra­schung, gelt? Daß unser Klei­ner nun doch noch heim­kommt. Ich gön­ne ihm von gan­zen [sic] Her­zen einen lan­gen Urlaub. Ger­ne möch­te ich ihn auch [ein]mal sehen und erzäh­len hören von sei­nen Erleb­nis­sen. Viel­leicht fah­re ich ein­mal auf paar Tage hin zu den Eltern. Wei­ter­le­sen!

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11. Mai 1942

[420511–1‑1]

[Salo­ni­ki,] Mon­tag, den 11. Mai 1942

Her­ze­lein! Gelieb­te! Mei­ne lie­be aller­liebs­te [Hil­de], Du!

[Ich] Sitz[‘] doch schon wie­der bei Dir! Schnell ist der Tag her­um von einem Hän­de­fas­sen und Lieb­ge­den­ken zum ander[e]n. Und der Mai erscheint schon wie­der zwei­stel­lig. Her­ze­lein! [Du] Hast doch schon wie­der eine Urlaubs­hoff­nung ein­ge­pflanzt, Du, Herz­al­ler­liebs­te! Weil Du mich gern wie­der ein­mal bei Dir haben willst, weil Du mich so lieb­hast! Du! Du!!! Was man im lie­ben Mai­en pflanzt, das wächst doch fein schnell. Wei­ter­le­sen!

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10. Mai 1942

[420510–2‑1]

87.

Sonn­tag, am 10. Mai 1942.

Her­zens­schät­ze­lein! Mein gelieb­tes Her­ze­lein! Mein [Roland], Du!

Nun ist der Mai schon wie­der zwei­stel­lig, die Tage eilen pfeil­ge­schwind dahin, so emp­fin­de ich [es]. Und sie sol­len auch schnell ver­ge­hen, mein Her­ze­lein! Was soll uns all die lan­ge Zeit, die wir ein­sam, jedes für sich zubrin­gen müs­sen? Die Zeit mag eilen, eilen! Bis wir uns wie­der­ha­ben, Gelieb­ter! Bis wird end­lich Frie­den sein! Wei­ter­le­sen!

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08. Mai 1942

[420508–1‑1]

Frei­tag, den 8. Mai 1942

Her­ze­lein! Gelieb­te! Mei­ne lie­be [Hil­de]! Hol­de mein!

Wer viel Hun­ger hat, ißt viel – wer viel ißt, hat viel Hun­ger. Wer viel wäscht, ist viel schmut­zig. Du! Wenn die­se Schluss­fol­ge­rung stimm­te, dann – na, das mag ich gar nicht fer­tig schrei­ben, da hab[‘] ich denn nun doch zu viel Dampf vor mei­nem blitz­saube­ren Wei­bel [dh: Weib­chen], vor mei­nem Blitz­mä­delgelt? Du! Du!!! Aber solch gro­ße Wäschen, so oft und viel Groß­rei­ne­ma­chen und blit­ze­blank, so viel Plant­schen von mei­nem Nix­lein sel­ber – das habe ich doch nicht erlebt oder bin es nur nicht inne­ge­wor­den. Was ich dazu sage? “08. Mai 1942” wei­ter­le­sen

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