Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Fronturlaub

10. September 1942

[420910–2‑1] Don­ners­tag, am 10. Sep­tem­ber 1942. Gelieb­ter! Mein Herz­lieb! Du! Mein [Roland]! Ach Du! Du!!! Sag? Ist es denn mög­lich? Ists’ denn wahr? Her­ze­lein!!! Was Du mir heu­te schreibst?! Oh Du! Her­ze­lein! Her­ze­lein! Dein lie­ber Bote ist gekom­men, der mir das süße Geheim­nis anver­traut! Ach Du! Wie glück­lich bin ich! Ach Du! Du! Als ich den […]

23. Juni 1942

[420623–2‑1] K., am 23. Juni 1942 Herz­al­ler­liebs­ter! Mein gelieb­tes, treu­es Herz! Mein liebs­ter [Roland!] Nun ist schon Diens­tag und heu­te kann aber kom­men was will, ich schrei­be Dir, Du mein lie­bes Her­ze­lein! Pracht­vol­les Wet­ter ist, seit ich hier bin, dar­an habe ich mei­ne Freu­de; denn ich kann doch fau­len­zen Herz­lieb! Ein­mal die Son­ne genie­ßen von früh […]

21. Mai 1942

[420521–2‑2] Don­ners­tag, am 21. Mai 1942. Mein gelieb­tes Her­zens­schät­ze­lein! Mein Gold­her­ze­lein! Eben habe ich an die Eltern und an Sieg­fried zugleich geschrie­ben und ihm eine fro­he Heim­kehr gewünscht. Nein, so ein freu­di­ge Über­ra­schung, gelt? Daß unser Klei­ner nun doch noch heim­kommt. Ich gön­ne ihm von gan­zen [sic] Her­zen einen lan­gen Urlaub. Ger­ne möch­te ich ihn auch […]

11. Mai 1942

[420511–1‑1] [Salo­ni­ki,] Mon­tag, den 11. Mai 1942 Her­ze­lein! Gelieb­te! Mei­ne lie­be aller­liebs­te [Hil­de], Du! [Ich] Sitz[‘] doch schon wie­der bei Dir! Schnell ist der Tag her­um von einem Hän­de­fas­sen und Lieb­ge­den­ken zum ander[e]n. Und der Mai erscheint schon wie­der zwei­stel­lig. Her­ze­lein! [Du] Hast doch schon wie­der eine Urlaubs­hoff­nung ein­ge­pflanzt, Du, Herz­al­ler­liebs­te! Weil Du mich gern wie­der einmal […]

10. Mai 1942

[420510–2‑1] 87. Sonn­tag, am 10. Mai 1942. Her­zens­schät­ze­lein! Mein gelieb­tes Her­ze­lein! Mein [Roland], Du! Nun ist der Mai schon wie­der zwei­stel­lig, die Tage eilen pfeil­ge­schwind dahin, so emp­fin­de ich [es]. Und sie sol­len auch schnell ver­ge­hen, mein Her­ze­lein! Was soll uns all die lan­ge Zeit, die wir ein­sam, jedes für sich zubrin­gen müs­sen? Die Zeit mag […]

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