16. Oktober 1941

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[Salo­ni­ki] Don­ners­tag, den 16.Oktober 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Gelieb­tes Weib! Du!!!

Sooo viel, viel Freu­de ist heu­te ein­ge­zo­gen bei mir mit Dei­nen lie­ben Boten vom Don­ners­tag u.[nd] Frei­tag, Du! Gelieb­te! Freu­de in mei­nen frei­en Nach­mit­tag! Alle Wär­me und Freu­de kommt mir von Dir, gelieb­tes Wesen, sie über­strahlt auch den grau­es­ten Regen­tag, so wie wir ihn heu­te hier haben. Herz­lieb! Ich muß an das Gespräch den­ken, das ich sei­ner­zeit mit Pas­tor B. führ­te und von dem ich Dir damals schrieb. Ich hat­te damals mei­nen guten Glau­ben an den Bund der Ehe zu ver­tei­di­gen. Du! Du!! Wir wis­sen bei­de, wo die Klip­pen lie­gen und die Untie­fen, an denen das Schiff­lein uns[e]res Bun­des schei­tern konn­te. Wir dür­fen wohl sagen, daß wir mit Got­tes Hil­fe sie glück­lich umfah­ren haben. Wei­ter­le­sen!

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23. August 1941

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Frei­tag, den 22. August 1941

Her­zens­schät­ze­lein! Herz­lieb! Gelieb­te Mein!

Letz­ter frei­er Nach­mit­tag heu­te – vor der gro­ßen Rei­se – in der nächs­ten Woche will ich ihn doch gleich noch mit dran­hän­gen an den Urlaub, damit ich schon am Nach­mit­tag fah­ren kann. Wenn das mög­lich ist, geht mei­ne Rei­se über Bel­grad – Agram – Graz – Mün­chen – Hof. In Mün­chen soll der Zug am zwei­ten Tage 1918 [Uhr] ein­tref­fen. Nach mei­nem Fahr­plan geht es dann 2130 [Uhr] wei­ter in Rich­tung Chem­nitz, wo ich schon gegen 6 Uhr mor­gens ein­tref­fe. [Es] Kann also sein, daß mein Tele­gramm in Mün­chen auf­ge­ge­ben ist – und tele­fo­nie­ren, kann ich denn das schon so früh? Du! Mein Herz­lieb wird schon mun­ter sein – ist ja immer mun­ter, wenn das Man­ner­li geguckt [sic] kommt! Na, wir wer­den schon sehen. Herz­lieb! Kannst [Du] Dir den­ken, daß das Man­ner­li schon ein bis­sel vom Rei­se­fie­ber gepackt ist? [Das] Äußert sich in der Freu­de, die nun kaum noch zu hal­ten ist. Wei­ter­le­sen!

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10. August 1941

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Sonn­tag, den 10. August 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­lieb! Gelieb­te mein!!!

Du bist zu mir gekom­men, heu­te, zum Sonn­tag! Ich dan­ke Dir so sehr! Nun weiß ich auch, war­um es am Sonn­abend und Sonn­tag so still um mich war! Wie deut­lich ich das doch gefühlt habe! Ich wuß­te doch gar nicht vor­her, daß Du in Glauchau weil­test! Herz­lieb! So leben­dig und gegen­wär­tig ist mir Dei­ne Lie­be immer sonst! Ach – und wenn nun nicht schon wie­der 8 Tage dazwi­schen­lä­gen und wir unse­rem Wie­der­se­hen nicht schon 8 Tage näher wären, müß­te ich Dich doch erst ein­mal ganz lieb trös­ten. Aber dar­über und dazu gibt es doch fast gar kei­nen Trost mehr – wir sind nun bei­de so voll Sehn­sucht und Ver­lan­gen und Unge­duld – Gott im Him­mel hel­fe uns in Gna­den! Wei­ter­le­sen!

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