Trug und Schein: Ein Briefwechsel

01. Oktober 1941

[411001–1‑1] [Thes­sa­lo­ni­ki] Mitt­woch, den 1. Okto­ber 1941 Herz­al­ler­liebs­te! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]! Ob man sich auch dage­gen sträubt, es kommt doch alles nun wie­der ins alte Gelei­se. Daß man ein­mal aus dem Gelei­se geris­sen wird, daß man nicht fest­fährt in einem Gelei­se, das ist wich­tig für das Leben, und das müs­sen wir uns auch für später […]

29. Juni 1941

[410629–2‑1] G. – Sonn­tag, am 29. Juni 1941. Mein lie­ber [Roland]! Es ist Sonn­tag­mor­gen – Vater [Nord­hoff] ist eben von der Post gekom­men, die muß man sonn­tags hier selbst abho­len. Für mich war nichts dabei, ges­tern bekam ich auch nichts in S., aber mor­gen kommt ganz gewiß wie­der etwas von Dir – Du!! Elfrie­de  hat vom […]

29. Juni 1941

[410629–1‑1] Sonn­tag, den 29. Juni 1941 Mein lie­bes, teu­res Herz! Gelieb­te, Hol­de mein! Der Tag will doch gar nim­mer zulan­gen, Dein zu den­ken! Ach, ich möch­te mich doch gleich ein­mal ein­schlie­ßen, um mit Dir ganz allein zu sein, Gelieb­te – um hin­ein­zu­lau­schen in mein Herz und zu ver­neh­men, wie es Dir schlägt in Lie­be, ganz zart und […]

22. Juni 1941

[410622–1–1] Sonn­abend, den 22. Juni 1941 Mein lie­bes, teu­res Weib! Mei­ne [Hil­de], Du! Gelieb­te!! Wie soll ich Dich trös­ten heu­te? Gelieb­te! Wie wol­len wir ein­an­der trös­ten heu­te? Welch schwar­zer Tag! Wenn wir all den Hoff­nun­gen nach­schau­en wol­len, die er zer­brach, all den Ent­täu­schun­gen nach­hän­gen, die er brach­te, dann möch­ten wir schwer­lich einen Trost fin­den. Ach, ich […]

27. April 1941

[410427–2‑1] Sonn­tag, am 27. April 1941. Mein liebs­ter [Roland]! Du!! Mein Herz­lieb! Herz­al­ler­liebs­ter mein!! Du!!! Jetzt muß ich Dich erst ein­mal ganz fest in mei­ne Arme schlie­ßen! – Oh Du!! Sooo ganz fest! Ein so fro­her Sonn­tag ist mir heu­te beschert wor­den! Du!! Der 27.4. ist heu­te – 27+4=31! Ich hab’s ja schon geahnt! Gelieb­ter!! Jubel und […]

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