Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Freundschaft

05. September 1938

[380905–1‑1] L. am 5. Sept. 1938 Lie­bes Fräu­lein [Lau­be]! Lan­ge hat der Sonn­tag in mir nach­ge­klun­gen, und es war kein Miß­ton in dem Klang. Ihre Fra­ge am Brie­fen­de sagt mir, daß auch Sie zufrie­den waren. Schon im Zuge habe ich mich über mei­ne alber­ne Ant­wort geär­gert: „Doch, es war sehr nett”. Sie hät­ten nicht fra­gen sol­len. […]

21. August 1938

[380821–2‑1] 21.8.1938 O., am 21.8.1938. Lie­ber Herr [Nord­hof]! Die Ein­rich­tung, daß mich Ihre lie­ben Zei­len Sonn­tags errei­chen, fin­de ich sehr lieb von Ihnen; es ist dann dop­pel­ter Fei­er­tag für mich. Es ist heu­te wie­der mal ein unver­bes­ser­li­cher Regen­tag und ich mache mich dar­an, Ihnen zu schrei­ben[,] ehe die Freun­din kommt. An sol­chen Tagen ist sie […]

18. August 1938

[380818–1‑1] 16.8.38 18.8.38 Lie­bes Fräu­lein [Lau­be]! Vie­len Dank für Ihre lie­ben Zei­len. Ich muß rich­tig­stel­len: Ganz ein­sam bin ich nicht mehr. Es ist jemand, der sich um mich küm­mert. Sie ken­nen die­sen Jemand. Der Gedan­ke an die­se lie­be Per­son, daß ich ihr alles schrei­ben und mit­tei­len könn­te, daß sie mir bleibt nach dem Ver­lust, sie […]

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