07. November 1941

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Frei­tag, am 7. Novem­ber 1941.

Her­zens­schät­ze­lein! Mein Her­zens­man­ner­li Du! Du!!!

Ach Du! Du! Gelieb­ter!!! Wo fan­ge ich denn nun gleich zuerst an? Soviel, viel Freu­de auf ein­mal – oh Du! Ich kann sie doch gar­nicht alle fas­sen! Du!!! Du!!! Herz­lein gelieb­tes!!! Du bist zu mir gekom­men! Sooooo lieb!! Du!!!

Ich möch­te Dich doch am aller­liebs­ten ganz, ganz tüch­tig drü­cken und Dich küs­sen und Dich sooo lieb­ha­ben und …. ach Du!!! Wei­ter­le­sen!

11. Juni 1941

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Mitt­woch, am 11. Juni 1941.

Mein gelieb­ter, guter [Roland]! Du!!! Mein Herz­lieb!

Du!! Ich habe heu­te nacht von Dir geträumt – oh Du!!! So ganz lieb! Sooo lieb hat­test Du mich! Gelieb­ter!! Ach, wie sehr muß ich mich seh­nen nach Dir, Herz­lieb!!! Du!! So ganz sehr muß ich mich seh­nen! Du!!! Wei­ter­le­sen!

31. Mai 1941

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Pfingst­sonn­abend, am 31. Mai 1941.

Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Du mein lie­ber, guter [Roland]!

Glo­cken­klang dringt von drau­ßen her­ein in’s Zim­mer, es ist gleich 7 Uhr abends. Sie läu­ten das Pfingst­fest ein! So schön ist das immer und so sin­nig – ach Herz­lieb! Könn­test Du nun heu­te, wie es frü­her war, an mei­ner Sei­te sein, Dich mit mir freu­en am Fei­er­abend, freu­en auf das Fest und den Kirch­gang. Das ist alles so schön, lieb, so selbst­ver­ständ­lich, dies[es] Pro­gramm, wie wir es Jahr für Jahr hal­ten. Und es ist so recht ein Au[s]druck hei­mat­li­chen Brauch­tums und hei­mat­li­cher Sit­te. Herz­lieb! Mein Herz­lieb! Du wirst an all das den­ken, heu­te – mor­gen. Ach, ich weiß es doch, Liebs­ter!! Du!! [Du] Sollst nicht trau­rig sein bei Dei­nem Heim­ge­den­ken, Gelieb­ter!! Du bist ja sooo fest und sooo lieb in mein Herz ein­ge­schlos­sen, Du nimmst an allem mit teil!! Du gehst mit mir, wohin ich mei­ne Schrit­te auch len­ken mag!! Gelieb­ter!!! Du bist mir immer gegen­wär­tig!! Wei­ter­le­sen!

08. Mai 1941

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Don­ners­tag, am 8. Mai 1941.

Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]!

Du!! Weißt, wo ich jetzt eben her­ge­kom­men bin? Du!? Da kannst ja kei­ne blas­se Ahnung haben!

Aus der Schu­le! Aus uns[e]rer [O.]er Schu­le, aus der Kin­der­schar! Es ging ganz ein­fach zu: Wei­ter­le­sen!

25. Mai 1940

Belgian refugees. United Nations - NARA - 535895
Bel­gi­sche Flücht­lin­ge, 1940, Office for Emer­gen­cy Manage­ment, Office of War Infor­ma­ti­on, US NARA, RG 208 (ARC iden­ti­fier: 535890), über Wiki­me­dia Com­mons, 04.2015
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S. am 23. Mai 1940.

Herz­al­ler­liebs­te, mei­ne lie­be [Hil­de], Du!

So lan­ge brauch­te ich nicht nach der Feder zu grei­fen! Still ist es wie­der gewor­den in mei­nem Hau­se [sic], nach fro­her Gesel­lig­keit nun dop­pelt und selt­sam still. Ich spü­re früh­mor­gens nicht mehr den Atem hin­ter mei­ner Tür, brau­che nicht mehr rück­sichts­voll lei­se zu tre­ten. Du stehst nicht mehr bequem leib­haf­tig vor mir nach dem Dienst, ich muβ Dich wie­der suchen, und wir müs­sen uns mit Wor­ten wie­der ver­ständ­lich machen. Wei­ter­le­sen!