17. Januar 1942

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Sonn­abend, am 17. Janu­ar 1942.

Mein gelieb­tes teu­res Her­ze­lein! Herz­al­ler­liebs­ter mein!

Nun kann ich mich zu Dir set­zen und Fei­er­tag hal­ten. Die Uhr zeigt ½ 2 [Uhr], die Mut­ter und der Vater sind im Kel­ler, um Kar­tof­feln aus­zu­le­sen – wir haben heu­er viel schlech­te [Kar­tof­feln]. Ich bin eben fer­tig mit auf­wa­schen und auf­räu­men. Nun brau­chen wir heu­te nur noch zu baden, dann kann es Sonn­tag wer­den!

“17. Janu­ar 1942” wei­ter­le­sen

18. Juli 1941

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Frei­tag, am 18. Juli 1941.

Gelieb­ter Her­zens­schatz! Mein lie­ber, lie­ber, guter [Roland]!

Drei ganz lie­be Boten sind zu mir gekom­men! Einer ges­tern und zwei heu­te! Du!!! Ich bin doch sooo voll! sooo ganz voll Freu­de dar­über! Gelieb­ter!! Ich muß Dich zuerst ein­mal ganz lieb­ha­ben — und ganz, ganz tüch­tig lieb Dich küs­sen! Du!!!!!!!!!! Bin ich doch ges­tern gar­nicht dazu­ge­kom­men mei­nem Herz­lieb zu schrei­ben – ich mein­te, daß ich vor Unru­he könn­te nicht schla­fen des­halb; aber ich bin vor Erschöp­fung dann ein­ge­schla­fen. Laß Dir erzäh­len: Wei­ter­le­sen!

22. März 1941

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Sonn­abend, am 22. März 1941.

Herz­al­ler­liebs­ter! Mein lie­ber, lie­ber [Roland]! Du!!

Wochen­en­de ist, ich bin fer­tig mit mei­nen Geschäf­ten. Die Uhr zeigt 3 Uhr vor­bei. See­manns­sonn­tag ist heu­te! Wie und wo wird ihn mein Herz­lieb ver­le­ben?

Du!! Ich bin soo vol­ler Fra­gen!! Du wirst es ver­ste­hen. Aber ich will sie alle zurück­stel­len – will gedul­dig und brav war­ten! Wenn ich nur eines wüß­te! Nur eines! Ob Dir’s gut geht – ob Du wohl­auf bist! Du!! Nächs­te Woche wird ganz gewiß end­lich ein Zei­chen von Dir kom­men! Du weißt ja nicht, wie sehr ich mich dar­auf freue – wie ich es erseh­ne! Und Dir wird es doch eben­so geh[‘]n, Herz­lieb! Wei­ter­le­sen!