Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Freunde

28. Januar 1940

[400128–2‑1] O., am 28. Janu­ar 1939 [1940!]. Herz­al­ler­liebs­ter, mein lie­ber, lie­ber [Roland]! Sonn­tag ist nun heu­te, und ich bin allein, und wenn für mich rech­ter Sonn­tag sein soll, dann mußt Du bei uns sein, Liebs­ter! Es geht nicht an, daß wir alle Fei­er­ta­ge zusam­men sein dür­fen. Und dies ist wohl auch eines der äuße­ren Zei­chen […]

14. Januar 1940

[400114–2‑1] O., am 14. Janu­ar 1940. Herz­al­ler­liebs­ter, Du! Mein lie­ber, lie­ber [Roland]! Nimm mei­nen herz­lichs­ten Dank für Dei­nen so lie­ben Sonn­tags­brief. Du hast mich beglückt, Liebs­ter! Ich bin so froh dar­über, daß ich Dir Son­nen­schein brin­gen kann in Dein Leben, und daß ich Dir so viel sein kann, um ein gan­zes Leben lang Hand in […]

11. Dezember 1939

  391211–1‑1 S. am 11. Dezem­ber 1939. Herz­al­ler­liebs­te, mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]! Heu­te wur­de ich mit dem Gruß vom Lichtlabend über­rascht. Mir ward so eigen zumu­te, als ich die Namen las und mir die Lichtlabend­run­de vor­stell­te. Einst gehör­te auch ich dazu. Alle die halb­dienst­li­chen oder halb­amt­li­chen Zusam­men­künf­te hat­ten den beson­de­ren Reiz, daß man sich per­sön­lich […]

10. Dezember 1939

391210–2‑1 O., am 2. Advent 1939. Herz­al­ler­liebs­ter, mein lie­ber, lie­ber [Roland]! Zwei so lie­be Boten sind nun schon in mei­ner Hand, Du! Ich dan­ke Dir. Wie ein recht trü­ber Tag sich doch schwer auf’s mensch­li­che Gemüt legen kann. Das fühlt man erst deut­lich, wenn die Son­ne wie­der scheint; die Son­ne, die alles Trü­be, Graue in […]

27. November 1939

[391127–2‑1] O., am 27. Novem­ber 1939. Herz­al­ler­liebs­ter, mein lie­ber, lie­ber [Roland]! Dies­mal weiß ich vor lau­ter Auf­re­gung und Freu­de gar­nicht, wo ich zuerst begin­nen soll. Allem vor­an muß ich Dir aber recht herz­lich dan­ken, für Dei­ne lie­be Brief­kar­te. Wenn Dein Bote ges­tern auch mal einen kür­zer gefaß­ten Inhalt barg, so hat er mich doch herz­lich […]

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