Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Freunde

13. September 1940

[400913–1‑2] 1 [sie­he Bild] Frei­tag am 13. Sep­tem­ber 1940 Herz­al­ler­liebs­te! Du mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]! Von heut’ an will ich mei­ne Brie­fe nun doch num­me­rie­ren, damit Du weißt, daß kei­ne Lücke ist in uns[e]rer Kor­re­spon­denz. Aus Dei­nem lie­ben Brief vom 10.8., den ich heu­te Don­ners­tag erhielt, wer­de ich näm­lich nicht ganz klar. Dein Päck­chen und […]

10. September 1940

[400910–2‑1] Diens­tag, am 10. Sep­tem­ber 1940. Herz­al­ler­liebs­ter! Du mein lie­ber, lie­ber [Roland]! Nun habe ich wie­der mein lie­bes Zuhau­se um mich, und ich bin recht froh — füh­le mich wohl. Ges­tern abend um 6 Uhr traf ich wie­der hier ein.  Und seit ges­tern haben wir in uns[e]rer Gegend auch wie­der Regen­wet­ter. Alles sieht trost­los grau […]

03. September 1940

[400903–1‑1] am Diens­tag am 3. Sep­tem­ber 1940 Herz­al­ler­liebs­te, mei­ne lie­be lie­be [Hil­de]! Schrei­be­tag [sic] ist nach unse­rem Über­ein­kom­men. Ich benut­ze die Mittag[s]pause von ½ 1 Uhr bis 2 Uhr, um ein paar Zei­len fer­tig zu machen. Ges­tern hat nun der Dienst begon­nen. Mor­gens ½ 8 Uhr zunächst eine Stun­de Unter­richt, dann bis gegen Mit­tag mit […]

02. September 1940

[400902–2‑1] O., am 27. August 1940. Herz­al­ler­liebs­ter! Mein lie­ber, guter [Roland]! Den gan­zen, lan­gen Mon­tag hab[e] ich Dich ver­folgt mit mei­nen Gedan­ken. Jede Umstei­ge­sta­di­on [sic], jeden Auf­ent­halt, die lan­ge War­te­zeit bis es mit­tags 1200 war, alles hab[e] ich ver­folgt. Ja und dann, Du? Von da ab konn­te ich Dich nicht mehr fin­den, und ich quäl­te […]

6. Februar 1940

[400206–2‑1] O., am Fast­nachts­tag 1940. Herz­al­ler­liebs­ter, mein lie­ber, lie­ber [Roland]! Nun ist es schon der zwei­te Tag, daß Du fort bist. Ich war am Sonn­abend und Sonn­tag so glück­lich und froh und ruhig, weil Du bei mir warst. Ich weiß und ich füh­le und erken­ne es aus Dei­nem gan­zen Wesen, wie lieb Du mich hast, […]

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