Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Freunde

20. Januar 1941

[410120–2‑1] Mon­tag, am 20. Janu­ar 1941. Herz­al­ler­liebs­ter! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]!! Gelieb­ter!! Du!! Bei uns ist ein när­ri­sches Wet­ter jetzt – ges­tern Käl­te und Schnee. Heu­te Tau­wet­ter und Regen, ja Regen! Die hohen Schnee­däm­me an der Stra­ße hüben und drü­ben sind so in sich zusam­men­ge­sun­ken. Ach – mir graut immer so vor dem Über­gang zum […]

28. Oktober 1940

[401028–2‑1] Mon­tag, am 28. Okto­ber 1940. Herz­al­ler­liebs­ter! Mein lie­ber, lie­ber [Roland]! Gelieb­ter Du! Dei­ne Mit­tags­pau­se wird jetzt bald zu Ende geh[e]n und die eine fängt jetzt an. Komm, rück mal erst ganz nah her­an… so begannst du ges­tern in Dei­nem lie­ben Brie­fe. Du! Wenn Du auch eine 13 geschos­sen hast und eine Fahr­kar­te dazu, ich […]

15. Oktober 1940

[401015–2‑1] Diens­tag, am 15. Okto­ber 1940, in K.. Herz­al­ler­liebs­ter! Du mein gelieb­ter, guter [Roland]! Wie­der daheim. Wie schön ist es, wenn man das sagen und füh­len kann. Ach, mein Rudolf Du, das Herz war mir so über­voll all die Tage und ich war doch gebun­den, konn­te nicht sein, wie mir das Herz gebot. Es war nicht […]

12. Oktober 1940

[401012–2‑1] Sonn­abend, am 12. Okto­ber 1940, G.. Herz­al­ler­liebs­ter! Du mein gelieb­ter, guter, [Roland]! Auf der ver­schlun­ge­nen Fahrt all die Zeit daher, lan­de­te ich ges­tern nach­mit­tag in L.. Elfrie­de erwar­te­te mich an der Bahn. Wir gin­gen durch die Stra­ßen bis zur Rat­haus­nä­he, dort wohnt die Dame, bei der sie Gesang­stu­den nimmt; die Stun­de fiel in die […]

19. September 1940

[400919–2‑1] Don­ners­tag, am 19. Sep­tem­ber 1940. Herz­al­ler­liebs­ter! Du mein lie­ber, lie­ber [Roland]! Heu­te ist hel­ler Son­nen­schein drau­ßen und ich bin ganz wohl und mun­ter. Mut­ter ließ mich heu­te früh schla­fen, und ich bin erst um 8 [Uhr] auf­ge­weckt. War ich erschro­cken. Du kannst schon immer Dir aus­ma­len, was bloß los wäre, wenn ich Dich, mei­nen […]

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