Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Freund

05. November 1942

Don­ners­tag, den 5. Nov. 1942

Her­zens­schät­ze­lein! Teu­res, gelieb­ter Herz!

Schon wie­der sit­ze ich bei Dir und schrei­be. Wie schnell ist der Tag ver­flo­gen. Eben­so, noch schnel­ler womög­lich, zer­rinnt auch Dir der Tag unter den Hän­den – und ich kann mir so leicht vor­stel­len, daß Du in Zeit­not und Platz­angst gerätst. Zu vie­le sind der Pflich­ten, und zu man­nig­fal­tig — […]

30. Dezember 1940

[401230–1‑1] Mon­tag, den 30. Dezem­ber 1940 Herz­lieb, Du! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de] Du! Gelieb­te, Hol­de mein! Du! Du!! Wie soll ich denn heu­te anfan­gen? Ich möch­te Dir etwas schen­ken, Du!! Ich möch­te Dich ganz glück­lich machen, Herz­lieb!! Dich erlö­sen!! Mei­ne [Hil­de]!! Mein lie­bes, treu­es, lie­bes, armes Weib! Du! Du!! Und Dein [Roland] kann Dir nicht […]

15. April 1940

[400415–2‑1] O., am 14. April 1940. Herz­al­ler­liebs­ter! Mein lie­ber, lie­ber [Roland] Du! Heu­te bist Du nun in vol­ler Lebens­gröβe zu mir gekom­men. Ich hab[‘] mich ja so gefreut, Du! Aber so viel Sehn­sucht hab[‘] ich nach Dir, Du bist mir ganz nahe und doch ist es nicht der ech­te [Roland]. Klein bist Du, kann Dich […]

Nach oben scrollen