15. September 1940

400915-1-1ia
Aus­zug aus dem Brief

[400915–1‑1]

3 [sie­he Bild]

Sonn­tag, den 15. Sep­tem­ber 1940

Herz­al­ler­liebs­te, mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de], Du!

Sonn­tag­vor­mit­tag ist. Ich sit­ze drau­ßen in der Son­ne. Die Kame­ra­den hocken in der Stu­be, qual­men und ska­ten. Sie ‘genie­ßen’ — oder sie fröh­nen einer kin­disch anmu­ten­den Gewohn­heit. Ich gön­ne sie ihnen mit­samt der ver­brauch­ten Zim­mer­luft von Her­zen. Wei­ter­le­sen!

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13. September 1940

Auszug aus dem Brief
Aus­zug aus dem Brief

[400913–1‑2]

1 [sie­he Bild]

Frei­tag am 13. Sep­tem­ber 1940

Herz­al­ler­liebs­te! Du mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]!

Von heut’ an will ich mei­ne Brie­fe nun doch num­me­rie­ren, damit Du weißt, daß kei­ne Lücke ist in uns[e]rer Kor­re­spon­denz. Aus Dei­nem lie­ben Brief vom 10.8., den ich heu­te Don­ners­tag erhielt, wer­de ich näm­lich nicht ganz klar. Dein Päck­chen und Dei­nen dicken Brief habe ich erhal­ten, und habe mich gleich hin­ge­setzt, Dir mei­nen gro­ßen Dank zu sagen. Wei­ter­le­sen!

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13. September 1940

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In der Woche vom 9. bis 16. Sep­tem­ber 1940 fand die ita­lie­ni­sche Inva­si­on Ägyp­tens statt. Bild: Ein ita­lie­ni­scher Sol­dat posiert für ein Erin­ne­rungs­pho­to neben einem Feld­ge­schütz, Nord­afri­ka 1940. Autor Gaúcho über Wiki­pe­dia 09.2015

[400913–1‑1]

Frei­tag­abend, den 13. Sep­tem­ber 1940

Herz­al­ler­liebs­te, mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]!

Zum See­manns­wo­chen­en­de noch ein paar Zei­len. Die­se Woche ist schnell ver­gan­gen und schon ste­hen wir am Ende der ers­ten Hälf­te uns[e]rer Rekru­ten­zeit. Heu­te setz­te auch der ers­te Unter­richt ein, der uns auf uns[e]re künf­ti­ge Schreib­ar­beit vor­be­rei­ten soll. Ich kann mir von unse­rem Wir­kungs­be­reich noch kei­nen rech­ten Begriff machen, aber in 8 Tagen wer­den wir kla­rer sehen. Daß ich mich hin­ein­fin­de, dar­um ist mir nicht ban­ge. Mei­ne Mili­tär­zeit hat mir einen klei­nen Vor­ge­schmack gege­ben. Wei­ter­le­sen!

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08. September 1940

[400908–1‑1]

Sonn­abend, den 7. Sep­tem­ber 1940

Herz­al­ler­liebs­te, mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de], Du!

Bundesarchiv Bild 101II-MN-1589-07, V-P-Boot, Leben an Bord
Ver­tei­len von Feld­post auf einem Vor­pos­ten­boot der Mari­ne, 1939, Foto­graf Men­del, Pro­pa­gan­da­kom­pa­ni­en der Wehr­macht, DBa, Bild 101II-MN-1589–07 / Men­del / CC-BY-SA 3.0, über Wiki­me­dia Com­mons, 09.2015
Dein Päck­chen kam heu­te, ganz unver­sehrt die Ladung, mit sei­ner kost­ba­ren Ladung, Du Lie­bes, her­zen und küs­sen möch­te ich Dich dar­um. Als ich am Don­ners­tag noch doch etwas unge­dul­dig noch mei­ner Post frag­te, äußer­te ein Kame­rad, daß “sie” wohl nicht schrei­ben wer­de. Ich berich­tig­te ihn nicht ohne Stolz und sag­te, aller [sic] 2 Tage einen Brief, so ist es aus­ge­macht, es muß nun schon ein ganz dicker Brief gewor­den sein. Als nun ges­tern Dei­ne ers­ten Brie­fe in mei­ne Hän­de gelang­ten, mein­te er tri­um­phie­rend, es sei doch nur ein dün­ner Brief, und ich konn­te ihn zunächst eines Bes­se­ren [^]nicht beleh­ren. Aber heu­te habe nun ich tri­um­phiert. Ich war doch ganz gewiß, daß der dicke Brief noch aus­stün­de. Die­ser Brief, Du Lie­bes, Her­zi­ges, der mich nun den Anschluß an das ver­las­se­ne Leben, die ver­las­se­ne Hei­mat wie­der­fin­den läßt, an das so jäh abge­bro­che­ne Leben. Nun sehe ich all die Tage sich in Dei­ner See­le wider­spie­geln und erken­ne dar­in mein Bild, Herz­lie­bes, das Du so treu bewahrst, wie ich das Dei­ne. Sei tau­send­mal bedankt, Du, mein lie­bes Weib! Wei­ter­le­sen!
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04. September 1940

[400904–2‑1]

O. — Mitt­woch, am 4. Sep­tem­ber 1940.

Herz­al­ler­liebs­ter! Mein lie­ber, guter [Roland]!

Die Öffentlichkeit vor der Kirche bei der Hochzeit von Hilde und Roland, 07.1940.
Die Öffent­lich­keit vor der Kir­che bei der Hoch­zeit von Hil­de und Roland, 07.1940.

Heim­lich hat es mir doch Spaß gemacht zu lesen, wie mein lie­ber, gro­ßer Jun­ge ver­schämt und wohl dar­auf bedacht ist, daß nie­mand sei­ne ver­lieb­te Anre­de liest. Du!

Es ist aber gut so, wie Du es hältst. Was wis­sen denn Freun­de um die­se Wor­te — was wis­sen sie, was sie uns bedeu­ten? Sie wür­den ja doch nur spöt­teln und dum­me Wit­ze rei­ßen dar­über. Wei­ter­le­sen!

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