17. Januar 1941

Auszug aus dem Brief. Herzzeichen am linken Rand der letzten Seite des Briefes.
Aus­zug aus dem Brief. Herz­zei­chen am lin­ken Rand der letz­ten Sei­te des Brie­fes.

[410117–1‑1]

Frei­tag, den 17. Janu­ar 1941.

Herz­al­ler­liebs­te! Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne [Hil­de], Du!!

Du erin­nerst dar­an, wie Umstän­de und Men­schen, denen wir gar kei­ne Bedeu­tung zunächst schen­ken, doch so bedeut­sam wer­den kön­nen in unse­rem Leben; in einem Thea­ter sind auch die Neben­rol­len manch­mal von ein­schnei­den­der Wich­tig­keit, dar­an wird man erin­nert. Wei­ter­le­sen!

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12. Januar 1941

T&Savatar[410112–2‑1]

Sonn­tag, am 12. Janu­ar 1941.

Herz­al­ler­liebs­ter! Gelieb­ter mein!! Du mein lie­ber, lie­ber [Roland]!!

Die Zei­ger mei­ner Uhr sind sich eben jetzt am ferns­ten – vier­tel vor 3 Uhr.

Und wie ists‘ [sic: ist es] bei uns? Du?!

Ich bin Dir jetzt am nächs­ten, Du!! Am nahes­ten! Ganz nahe! Mein lie­ber, guter [Roland]!! Ich feie­re nun Sonn­tag, mit Dir. Die Arbeit ist getan. Vater liegt neben mir auf dem Sofa; Mut­ter erwar­ten wir jede Minu­te, sie woll­te mit dem Bus kom­men um die­se Zeit. Wei­ter­le­sen!

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12. Januar 1941

T&Savatar[410112–1‑1]

Sonn­tag, den 12. Janu­ar 1941

Mein liebs­tes teu­res Herz! Gelieb­te Hol­de mein! Mei­ne Hil­de!

Mit­tag ist vor­bei. Dein Hubo hat sich in die 1. Gar­ni­tur gewor­fen – weil Sonn­tag ist – er hat­te sonst kei­nen Grund – doch noch einen heu­te: weil Kom­pa­nie­fest sein soll. Eine komi­sche Ange­le­gen­heit: nicht ver­bind­lich – kein Pro­gramm – Tanz soll sein – weiß[t Du]: sie wol­len noch mal das Kalb aus­trei­ben, ehe der Chef wie­der­kommt. Dein Hubo hält sich an den Pro­gramm­punkt, ‘unver­bind­lich’, der ist mir der liebs­te – Du darfst nicht den­ken aus Ver­zicht, zu dem ich mich zwin­ge – ach Herz­lieb! Gelieb­te!! Nach viel Bes­se­rem, Schö­ne­rem, viel, viel Rei­che­rem steht mein Sinn, Du!!!! Nicht Ver­zicht und Beschei­den­heit – Eigen­sinn und Anspruch und Lie­be zu Wahr­heit und Klar­heit bestim­men mich, die­sem Amü­sier­be­trieb abhold zu sein. Amü­sie­ren, Du! Das Wort hät­ten wir bei­de nicht erfun­den. Dazu sind wir nicht geschaf­fen. Wei­ter­le­sen!

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04. Januar 1941

T&Savatarsm[410104–2‑1]

Sonn­abend, am 4. Janu­ar 1941.

Herz­al­ler­liebs­ter!! Gelieb­ter!! Mein lie­ber, lie­ber [Roland], Du!!

Ach, Du!! Heu­te möch­te ich Dir gar­nicht [sic] viel sagen – heu­te möch­te ich Dich nur lieb­ha­ben, mein [Roland]!! Wei­ter­le­sen!

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16. Dezember 1940

T&Savatar[401216–1‑1]

Mon­tag, den 16. Dezem­ber 1940.

Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­al­ler­liebs­te! Mein [Hil­de]!

Kalt, huh kalt ist’s drau­ßen seit 2 Tagen, der Wind liegt steif auf uns[e]rer Bara­cke, wir kön­nen es kaum erhei­zen. Aber in mei­nem Her­zen, da ist’s so warm, da ist soviel Son­nen­schein. Dein lie­ber Bote, Du!, er hat mich so froh und glück­lich gemacht! Gelieb­te! Sei tau­send­mal bedankt, mein Herz! Glück­lich, so glück­lich ist Dein [Roland], weil Du [D]ich ihm so ganz ver­traust [sic], ihm alles anver­traust, ihm allein! Daß er der Ver­trau­te dei­nes Her­zens sein darf, daß er allein am tiefs­ten drin in Dei­nem Her­zen woh­nen darf! Wei­ter­le­sen!

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