Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Frankreich

01. Mai 1941

[410501–1‑1] [Thes­sa­lo­ni­ki,] Don­ners­tag, den 1. Mai 1941 Mein lie­bes, teu­res Herz! Gelieb­te, Hol­de mein!! Mei­ne [Hil­de]!!! 1. Mai ist tat­säch­lich heu­te. Hier blü­hen die Rosen, som­mer­li­che Hit­ze herrscht über­all, und man kann rich­tig aus dem Kalen­der gera­ten. Wir haben wie­der viel Arbeit mit dem Abla­den und Ein­räu­men und Rein­ma­chen – ich habe mich eben mal bissel […]

23. April 1941

[410423–2‑1] Mitt­woch, am 23. April 1941. Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Du mein Herz­lieb! Mein liebs­ter [Roland]! Den 175. Brief schrei­be ich Dir heu­te, mein [Roland]! Den 175. Brief, seit ich bei Dir in Bar­kels­by war, gerech­net – also seit Dezem­ber schon! 1/3 Jahr ist seit­dem ver­gan­gen – viel, viel ist gesche­hen – eines nach dem ander[e]n […]

01. Juli 1940

[400701–2‑1] O., am 30. Juni 1940. Herz­al­ler­liebs­ter! Mein lie­ber, lie­ber [Roland], Du! Es ist abends um sie­ben. Ich bin nun fer­tig mit mei­ner Arbeit, die ich mir für heu­te vor­ge­nom­men hat­te; mor­gen muß ich mir erst Tüll kau­fen, dann kann ich das Pol­ter­abend­kleid voll­ends zu Ende arbei­ten. Nun will ich noch ein wenig Sonn­tag fei­ern. Wie […]

21. Juni 1940

[400621–2‑1] O., am 21. Juni 1940. Herz­al­ler­liebs­ter! Mein lie­ber [Roland] Du! Für Dei­nen so lie­ben Brief dan­ke ich Dir recht herz­lich, er hat mich recht froh wer­den las­sen. Er hat mir das Herz frei und den Blick weit gemacht in die­ser Zeit des Hof­fens und Ban­gens. Ich bin so dank­bar, daß ich Dir gehö­re, der […]

Nach oben scrollen