Trug und Schein: Ein Briefwechsel

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12. October 1941

[411012–1‑1] [Salo­ni­ki] Sonn­tag, den 12. Okto­ber, 1941 Herz­al­ler­liebs­te mein! Mein lie­bes teu­res Weib! Es tat mir ja so leid, daß ich ges­tern so schnell mich los­rei­ßen muß­te und den Brief so halb fer­tig in den Kas­ten ste­cken – aber er wür­de Dich sonst nicht pünkt­lich errei­chen – und ich hat­te es Kame­rad K. nun ein­mal ver­spro­chen. Er […]

05. Oktober 1941

[411005–1‑1] Sonn­tag, den 5. Okto­ber 1941 Mein lie­bes, teu­res Herz! Gelieb­tes Weib! Mei­ne [Hil­de]! Der gan­ze Sonn­tag­nach­mit­tag liegt vor mir – offen ste­hen mir Tor und Tür zur Frei­zeit, offen zu ganz belie­bi­ger Ver­wen­dung. (Kame­rad K. ist Schrei­ber vom Dienst) Ach Gelieb­te! Es ist eine fal­sche Frei­zeit – Frei­zeit in der Gefangenschaft.

01. Oktober 1941

[411001–2‑1] Mitt­woch, am 1. Okto­ber 1941. Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­ter! Mein lie­ber, guter [Roland]! Heu­te sieht der Him­mel aus wie ein schmut­zi­ger Sack. Grau in grau, bis nach 900 [Uhr] vor­mit­tags muß­te ich Licht bren­nen! Das vor­aus­ge­ahn­te Regen­wet­ter ist da! Und in einem Aus­ma­ße, daß [sic] an Ergie­big­keit nichts zu wün­schen übrig läßt. Na, mei­net­we­gen – ich kann […]

10. August 1941

[410810–1‑1] Sonn­abend, den 9. Aug. 1941 Herz­lie­bes Schät­ze­lein! Mein lie­bes, teu­res Herz! Ätsch! Ätsch! Siehst, so tri­um­phiert Dein Man­ner­li heu­te! War­um? Ja, war­um! Weil es nun schwarz auf Weiß [sic] hat, was er erst nur schwarz in Schwarz [sic] hat­te. Noch nicht erra­ten? Die ver­wa­ckel­ten Nega­ti­ve hat Dein Man­ner­li abzie­hen las­sen. Hast [Du] Dir das gedacht? Dürft[e] […]

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